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Robin Hoods Eiche ist tot – nach mehr als 1.000 Jahren

wochentlich.deBy wochentlich.de27 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Robin Hoods Eiche ist tot – nach mehr als 1.000 Jahren
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Nach mehr als 1.000 Jahren

Sherwood Forest: Robin Hoods Eiche ist tot


27.06.2026 – 14:48 UhrLesedauer: 3 Min.

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Die „Major Oak“, im Deutschen auch Robin-Hood-Eiche genannt, im Sherwood Forest in England: Dieses Jahr trieb der mehr als 1.000 Jahre alte Baum kein einziges Blatt mehr aus. (Quelle: Andrew Bell)

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Sie überstand Dürren, Kriege und den Andrang von Touristen: Nun ist der wohl berühmteste Baum Großbritanniens für tot erklärt worden.

„Major Oak“ im Sherwood Forest in der englischen Grafschaft Nottinghamshire ist tot. Experten gehen davon aus, dass die Eiche nach etwa 1.200 Jahren abgestorben ist. Der uralte Baum galt als Wahrzeichen der Region und war eng mit der Robin-Hood-Legende verbunden.

Wie die Naturschutzorganisation Royal Society for the Protection of Birds (RSPB), die den Sherwood Forest verwaltet, mitteilte, trieb die Eiche in diesem Frühjahr erstmals nicht mehr aus. Nach Untersuchungen kamen Fachleute zu dem Schluss, dass der Baum abgestorben ist.

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Oscar-Preisträgerin Judi Dench trauert

Zu den Trauernden gehört auch Schauspielerin Judi Dench. Die Oscar-Preisträgerin engagiert sich seit Jahren für den Schutz alter Bäume und erinnerte daran, wie wichtig dieser Baum für Generationen von Menschen gewesen sei. „Die Major Oak hat mehr als tausend Jahre lang unzählige Geschichten, Gedichte und Gemälde inspiriert und Generationen von Menschen begeistert. Gleichzeitig war sie selbst voller Leben und bot einer beeindruckenden Vielfalt an Tieren und anderen Lebewesen ein Zuhause“, sagte Dench der BBC. Sie habe vor Kurzem das Glück gehabt, einen Setzling der Eiche in ihrem eigenen Garten einzupflanzen.

Mehrere Ursachen führten zum Absterben

Einen einzelnen Auslöser für den Tod der Eiche gibt es nach Angaben der Naturschützer nicht. Vielmehr sei der Baum über Jahrzehnte hinweg verschiedenen Belastungen ausgesetzt gewesen. Dazu gehörten umfangreiche Stützmaßnahmen an den schweren Ästen, die den Baum erhalten sollten, letztlich aber wohl ebenfalls zu seinem Niedergang beitrugen.

Der hohle Stamm der "Major Oak": Der Legende nach versteckte sich hier Robin Hood vor dem Sheriff von Nottingham.Vergrößern des Bildes
Der hohle Stamm der „Major Oak“: Der Legende nach versteckte sich hier Robin Hood vor dem Sheriff von Nottingham. (Quelle: Copyright: xDreamstimexCharlesgi)

Hinzu kamen die Folgen des Massentourismus. Seit mehr als 200 Jahren zieht die berühmte Eiche Besucher aus aller Welt an. Millionen Menschen kamen in dieser Zeit in den Sherwood Forest. Durch den ständigen Besucherverkehr wurde der Boden rund um den Baum stark verdichtet. Regenwasser konnte schlechter versickern, die Wurzeln erhielten weniger Sauerstoff und Nährstoffe.

Auch der Klimawandel dürfte den Zustand der alten Eiche zusätzlich verschlechtert haben. Die RSPB verweist auf wiederkehrende Hitzewellen und Dürreperioden, die den ohnehin geschwächten Baum weiter belasteten.

Robin Hoods legendäres Versteck

Berühmt wurde die „Major Oak“ nicht nur wegen ihres Alters und ihrer gewaltigen Ausmaße. Der Legende nach nutzte der Gesetzlose Robin Hood, der die Reichen bestahl und das Geld den Armen gab, den hohlen Stamm der Eiche als Versteck vor dem Sheriff von Nottingham. Tatsächlich entstand die Höhlung allerdings auf natürliche Weise durch Pilzbefall, so die Naturschützer.

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