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Politik

Italien macht Deutschland ein Angebot für GCAP-Beitritt

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Italien macht Deutschland ein Angebot für GCAP-Beitritt
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Nach FCAS-Aus

Jetzt streckt Italien Deutschland die Hand aus

23.06.2026 – 11:12 UhrLesedauer: 2 Min.

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Modell des Luftkampfprojekts FCAS (Archivbild): Es könnte neue Entwicklungen geben. (Quelle: Benoit Tessier/POOL Reuters/AP/dpa/dpa-bilder)

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Mit Frankreich wird Deutschland nun doch keinen Kampfjet bauen. Doch es gibt bereits mögliche andere Partner.

Nach dem Scheitern des deutsch-französischen Kampfjetprojekts FCAS zeigt Italien Deutschland eine neue Möglichkeit auf. So erklärte Lorenzo Mariani, Vorsitzender des staatlich kontrollierten Rüstungskonzerns Leonardo, der „Financial Times“, dass eine deutsche Beteiligung am Global Combat Air Programme (GCAP) von Italien, Großbritannien und Japan denkbar wäre.

„Wenn man jetzt eine neue Nation dazuholen wollte, die die gleichen Rechte wie die anderen drei hätte, wäre das zwar etwas störend“, sagte er, aber „die langfristigen Vorteile liegen auf der Hand“. So gebe es bereits eine fest vereinbarte Aufteilung zwischen den drei Partnern, aber Leonardo und das britische Unternehmen BAE Systems hätten bereits zuvor erfolgreich mit der in Deutschland ansässigen Verteidigungssparte von Airbus am Eurofighter Typhoon zusammengearbeitet.

  • Rüstungsprojekt scheitert: So kommt Deutschland an seinen nächsten Kampfjet
  • Einstieg bei Panzerschmiede KNDS: Deutschland und Frankreich einig
imago images 0833969701Vergrößern des Bildes
Lorenzo Mariani (Archivbild): Der Italiener ist Chef des staatlichen Rüstungskonzerns Leonardo. (Quelle: IMAGO/Ansa / Fabio Frustaci/imago)

„Ich würde mich freuen, wenn sich Teile der deutschen Industrie an unseren Aktivitäten beteiligen würden“, erklärte Mariani. Solche Programme seien sehr kostenintensiv. „Normalerweise verschlingen sie mehr Kapital, als man anfangs absehen kann. Daher wäre ein weiterer Partner mit finanziellen Mitteln und industrieller Kompetenz von Vorteil.“ Er schränkte allerdings ein, dass ein Einstieg Deutschlands in dieser Phase des Projekts intensive Verhandlungen erfordern würde.

Japan zeigt sich skeptisch, Großbritannien steckt in der Krise

Derweil zeigte sich Japan bisher zurückhaltender angesichts der Beteiligung weiterer Partner. Dort befürchtet man Verzögerungen des Zeitplans, der vorsieht, bis 2035 einen Kampfjet in den Dienst zu stellen.

In Großbritannien gibt es dagegen Unruhe hinsichtlich des Projekts. Dort war Verteidigungsminister John Healey kürzlich zurückgetreten und hatte beklagt, dass die Regierung nicht bereit sei, „die Ressourcen bereitzustellen, die die Nation zur Verteidigung des Landes in dieser Zeit zunehmender Bedrohungen benötigt“.

Mariani zeigt sich dennoch zuversichtlich, dass es beim GCAP keine Einschränkungen geben wird. „Die Kampfluftfahrt ist ein so wichtiger Bereich für Großbritannien, dass sie diese Priorität niemals aufgeben wird.“

Die Bundesregierung und Airbus hatten bereits verkündet, dass Deutschland entweder ein neues Projekt leiten oder sich einem bestehenden Projekt anschließen will. Letzteres sei denkbar, wenn die Rolle „wesentlich“ ist und dem „finanziellen Beitrag Deutschlands“ entspricht.

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