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Finanzen

Gastro-Mehrwertsteuer: Schnitzer will Gastro-Steuervorteil streichen

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Gastro-Mehrwertsteuer: Schnitzer will Gastro-Steuervorteil streichen
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„Rettet nicht die Landgasthäuser“

Schnitzer fordert Aus für Gastro-Steuerrabatt

22.06.2026 – 14:42 UhrLesedauer: 2 Min.

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Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer: Subventionen müssen auf dem Prüfstand – Schluss mit Fehlanreizen bei Gastro und Diesel. (Quelle: IMAGO)

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Milliarden für die Gastronomie, Steuervergünstigungen für Diesel – doch sind diese Hilfen ihr Geld wert? Warum eine Top-Ökonomin jetzt Alarm schlägt.

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer spricht sich für eine Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie aus. „Die kostet rund 3,4 Milliarden Euro pro Jahr und rettet, soweit wir wissen, nicht wie versprochen die Landgasthäuser“, sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung dem „Spiegel“. Stattdessen profitierten Ketten wie McDonald’s und Burger King. „Das ist eine der überflüssigsten Subventionen seit langem.“

Die Insolvenzen in der Branche sind laut einer Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform im Jahr 2025 zum vierten Mal in Folge gestiegen. Um die Gastronomie zu entlasten, wurde die Mehrwertsteuer für Speisen zu Jahresbeginn von 19 auf 7 Prozent gesenkt.

Dieselprivileg komplett streichen

Als Teil von Reformen hat die schwarz-rote Koalition auch den Abbau von Subventionen angekündigt. Schnitzer sagte, auf die Streichliste gehörten sämtliche Hilfen, die eine falsche Lenkungswirkung haben. Dazu gehöre auch die Steuervergünstigung beim Diesel: „Die hätte die damalige Bundesregierung 2023 gleich komplett abschaffen sollen, nicht nur die Subvention für Agrardiesel. Dann wäre der Aufschrei der Landwirte vielleicht nicht so groß gewesen, und die Ampelregierung wäre bei der geplanten Abschaffung nicht zurückgerudert.“

Die Professorin der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität betonte, gerade bei der Infrastruktur sei zu lange auf Verschleiß gefahren worden, statt vorzusorgen. „Vielen ist nicht bewusst, dass wir eigentlich von der Substanz leben.“

Ihr fehle eine Debatte über Zukunftstechnologien, so die Wirtschaftsforscherin. „Beim Thema künstliche Intelligenz passieren in den USA zurzeit Dinge in einer Geschwindigkeit, die ich so noch nicht erlebt habe. Deutschland braucht die nötige Infrastruktur, um wenigstens ansatzweise mitspielen zu können. Das macht mir momentan die größten Sorgen.“

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