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Politik

Linke aus Ostdeutschland wütend auf Luigi Pantisano nach CDU-Kritik

wochentlich.deBy wochentlich.de21 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Linke aus Ostdeutschland wütend auf Luigi Pantisano nach CDU-Kritik
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„Irritiert über die Aussage“

Ostdeutsche Linke wütend auf neuen Chef


Aktualisiert am 20.06.2026 – 15:24 UhrLesedauer: 2 Min.

10. Bundesparteitag der LinkenVergrößern des Bildes

Luigi Pantisano: Er kandidiert heute beim Bundesparteitag der Linken als Parteivorsitzender. (Quelle: Michael Bahlo/dpa/dpa-bilder)

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Der mögliche nächste Linkenchef Pantisano vergleicht die CDU mit der AfD. In der Partei löst das Irritationen aus.

Mehrere Linken-Spitzenpolitiker aus ostdeutschen Landesverbänden kritisieren den neuen Linken-Chef Luigi Pantisano scharf. Dieser hatte in einem Interview mit der „Bild“ am Rande des derzeit laufenden Parteitags die CDU mit der AfD gleichgesetzt und den Christdemokraten faschistische Politik vorgeworfen. „Letztlich gibt es auch gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst“, hatte Pantisano gesagt.

Eva von Angern, Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, sagte t-online, sie sei überrascht. „Das passt überhaupt nicht zu dem, was Herr Pantisano sonst immer gesagt hat“, sagte sie. „Das möchte ich klarstellen: Die CDU ist eine demokratische Partei, in der sich viele Demokratinnen und Demokraten engagieren und die für die Menschen Politik machen.“ Auch wenn Kritik an vielen Stellen angebracht sei, sehe sie ganz klar einen großen Unterschied zwischen CDU und AfD.

urn:newsml:dpa.com:20090101:260619-936-19519Vergrößern des Bildes
Eva von Angern, Spitzenkandidatin aus Sachsen-Anhalt: „Die CDU ist eine demokratische Partei.“ (Quelle: Michael Bahlo/dpa)

„Ich bin doch etwas irritiert über die Aussage“

In Sachsen-Anhalt wird Anfang September gewählt. Umfragen sehen derzeit eine starke AfD. Um eine AfD-Beteiligung an der Regierung zu verhindern, könnte es sein, dass Linke und CDU zusammenarbeiten müssen. Von Angern wirbt dafür, dass ihre Partei dafür offen bleibt. „Wir werden alles dafür tun, um zum Beispiel queere Menschen, Menschen mit Behinderung, Menschen mit Migrationshintergrund zu schützen.“

Auch Hennis Herbst, Landeschef in Mecklenburg-Vorpommern, sieht die Aussage Pantisanos kritisch. „Ich bin doch etwas irritiert über die Aussage, denn so pauschal kann man das in meinen Augen nicht sagen“, sagte er t-online. „Wir beobachten schon, dass die CDU in Teilen auch AfD-Politik macht, aber pauschal zu sagen, dass die CDU eine faschistische Partei sei, funktioniert für mich nicht“, sagte er. „Da verkleinert man das demokratische Spektrum.“ Es müsse immer klar sein: Der Gegner heiße AfD. Auf die Frage, ob er Herrn Pantisano auf dem Parteitag zur Wahl des Parteivorsitzenden seine Stimme geben werde, antwortete er knapp: „Ich werde mir seine Rede anhören.“

Die Landeschefin aus Thüringen, Katja Maurer, hält Pantisanos Aussage für verkürzt. „Man kann und muss Kritik an der CDU üben, ohne die faschistische AfD zu relativieren“, teilte sie t-online mit. Zur Realität aber gehöre auch, dass die CDU mit der AfD beispielsweise auf kommunaler Ebene gemeinsam abstimmt und arbeitet. „Das ist alarmierend“, so Maurer.

Der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano ist an diesem Samstag mit Ines Schwerdtner in die Linken-Spitze gewählt worden. Er hatte keinen Gegenkandidaten.

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