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Kings of Leon in der Zitadelle Spandau – so war das Konzert

wochentlich.deBy wochentlich.de19 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Kings of Leon in der Zitadelle Spandau – so war das Konzert
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Kings of Leon ist eine der größten Rockbands der heutigen Zeit. Hits wie „Sex On Fire“ und „Use Somebody“ sind weltbekannt. Nun haben sie in Berlin gespielt – und liefern ein gutes Konzert – ohne das große Aufsehen.

Bei einem Konzert von Kings of Leon ahnen Fans in der Regel bereits im Vorfeld, was sie bekommen: eine eingespielte Show ohne gewaltiges Spektakel. Die Band kümmert sich nicht um ein ausgefallenes Bühnenbild oder eine heiße Pyroshow. Sie lässt die Musik wirken und weiß, dass die Welthits „Sex On Fire“ und „Use Somebody“ ohnehin unverzüglich für Ekstase sorgen.

Knapp 10.000 Menschen finden sich am Donnerstagabend in der Berliner Zitadelle Spandau ein. Sie wollen die Hits von Kings of Leon hören – an einem warmen Sommerabend in der vom Wasser umgebenen alten Festung. Wie erwartet, ist die Stimmung bei „Sex On Fire“ und „Use Somebody“ besonders ausgelassen. Doch man tut der Band Unrecht, sie lediglich auf diese Lieder zu reduzieren.

Kings of Leon in Berlin: Perlen aus den frühen 2000ern

Denn der Katalog von Kings of Leon besteht nicht nur aus mit Pathos aufgeladenen Stadionhymnen, die mit glänzenden Gitarrenflächen und Mitmach-Refrains zu den bekanntesten Rocksongs des 21. Jahrhunderts wurden. Mindestens genauso interessant sind die schweißtreibenden Southern Rock-/Americana-Lieder aus der frühen Zeit der Band.

Etwa „Molly’s Chamber“ vom ersten Album „Youth & Young Manhood“ (2003), der mit ruppiger Garage-Attitüde den Westen der Hauptstadt wachrüttelt. Oder „Razz“ vom zweiten Album „Aha Shake Heartbreak“ (2004), der es schafft, sowohl rotzig als auch eingängig zu sein und das zeitweise ruhige Hauptstadtpublikum in Bewegung zu setzen. Kings of Leon präsentieren in Berlin einige Perlen für Fans der ersten Stunde. Es sind die raueren Songs mit Country- und Blueselementen, die an die Zeit vor dem weltweiten Erfolg und an die Wurzeln der Band aus Nashville, Tennessee erinnern.

Kings of Leon auf der Bühne (Archivbild): In Berlin spielen sie ihr Konzert routiniert herunter.Vergrößern des Bildes
Kings of Leon auf der Bühne (Archivbild): In Berlin spielen sie ihr Konzert routiniert herunter. (Quelle: IMAGO/imagebroker)

Die Brüder Caleb, Jared und Nathan Followill gründeten die Band im Jahr 2000 zusammen mit ihrem Cousin Matthew Followill. Nach einigen Jahren mit Veröffentlichungen, die eher energiegeladen und teilweise chaotisch anmuten, kam Ende der 2000er-Jahre der riesige Erfolg für die Musiker. Die Band glättete ihre Ecken und Kanten zugunsten von epischen Hall-Effekten, hymnischen Melodien und einem Pop-Rock-Sound für die breite Masse.

Songs aus dieser Zeit, ihrem Aufstieg in die Topliga der Rockmusik, spielen sie ebenfalls in Berlin. Von ihrem mit Abstand erfolgreichsten Album „Only By The Night“ (2008) bringen Kings of Leon neben „Sex On Fire“ und „Use Somebody“ auch das düstere und intensive „Closer“, das atmosphärische „Manhattan“ und die Ballade „Revelry“ auf die Bühne. Von dem darauffolgenden Album „Come Around Sundown“ (2010) steht in der Zitadelle die Country-Ode an ihre Heimat „Back Down South“ auf der Setlist. Auch die kraftvolle Rockhyme „Pyro“ spielen sie. Caleb Followill motiviert das Publikum zum Mitsingen, woraufhin wiederholt „Watch her roll, can you feel it?“ durch tausende Kehlen vibriert.

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