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Das berühmteste Marktetikett der Wall Street ist möglicherweise veraltet.
Die „Magnificent 7“ oder „Mag 7“ definierten die erste Phase der KI-Rallye, da sie Nvidia, Apple, Microsoft, Alphabet, Amazon, Meta und Tesla umfasste, aber jetzt kursiert eine neue Gruppierung unter den Anlegern, die daran interessiert sind, die nächste Etappe zu erobern.
Im Zuge der Blockbuster-Notierung von SpaceX wollen Analysten das Unternehmen von Elon Musk sowie OpenAI und Anthropic, deren Börsengang noch in diesem Jahr erwartet wird, einem neuen Marktlabel hinzufügen.
Das vom britischen Finanzunternehmen Vanda Research geprägte „FAB 10“ steht für Frontier AI & Big Tech 10 und vereint die ursprünglich sieben Unternehmen von „Mag 7“ mit den drei neuen Marktlieblingen.
Laut Vanda war der Börsengang von SpaceX am vergangenen Freitag das bisher deutlichste Signal dafür, dass sich die Aufmerksamkeit über die „Magnificent 7“ hinaus ausweitet.
Nachdem der Schlusskurs am Montag über 192 US-Dollar pro Aktie lag, ist Elon Musks Raumfahrt- und KI-Unternehmen nun das sechstwertvollste Unternehmen der Welt nach Marktkapitalisierung.
Was das neue Label einfängt
Der Begriff „Magnificent 7“ wurde Ende 2023 von Michael Hartnett geprägt, der einen einzigen Begriff für die Megacap-Aktien wollte, die den Markt zu Rekorden antreiben.
Ihr Gesamtwert beläuft sich nun auf etwa 22,6 Billionen US-Dollar (19,5 Billionen Euro), wobei Nvidia allein mehr als 5 Billionen US-Dollar (4,33 Billionen Euro) wert ist und gemessen an der Marktkapitalisierung das wertvollste Unternehmen der Welt ist.
Die drei Neulinge repräsentieren eine unterschiedliche Variante desselben KI-Booms.
SpaceX bietet über seine Starlink-Einheit Luft- und Raumfahrt- und Satellitenkonnektivität, während OpenAI und Anthropic zu den führenden Entwicklern von bahnbrechenden KI-Modellen gehören.
Laut Vanda planen die zehn Unternehmen gemeinsam die Richtung der KI- und Technologiesektoren im kommenden Jahrzehnt.
Ein Makel im Etikett ist jedoch, dass zwei der Zusätze noch nicht aufgeführt sind.
OpenAI und Anthropic bleiben privat, obwohl beide in diesem Jahr einen Antrag auf öffentliche Märkte gestellt haben, möglicherweise mit Bewertungen von über 1 Billion US-Dollar (861 Milliarden Euro), was den „FAB 10“ zu einer Abkürzung wie einem handelbaren Korb machen würde.
Auch der „FAB 10“ ist nicht der einzige Konkurrent.
Die Bank of America hat eine „AI Big 10“ ins Leben gerufen, zu der stattdessen die Chiphersteller Broadcom, Advanced Micro Devices (AMD) und Micron gehören, was die Halbleiterrallye widerspiegelt.
Andere haben kleinere Cluster vorgeschlagen, wie zum Beispiel das konkurrierende Label „MANGOS“, das aufgetaucht ist und Meta, Anthropic, Nvidia, Google (Alphabet), OpenAI und SpaceX umfasst.
Strategen warnen davor, dass keiner der Namen den Untergang der „Magnificent 7“ signalisiert, die immer noch etwa ein Drittel des S&P 500-Index ausmacht. Investoren geben die Originale nicht auf, sondern erweitern lediglich die Definition dessen, wer das KI-Zeitalter anführt.
Wie Vanda es ausdrückt, brauchen die Gewinner des nächsten Jahrzehnts möglicherweise einfach ein größeres Zelt.
