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Politik

Rheinmetall-Chef zweifelt an Zukunft des gemeinsamen Panzerprojekts

wochentlich.deBy wochentlich.de13 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Rheinmetall-Chef zweifelt an Zukunft des gemeinsamen Panzerprojekts
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Rheinmetall-Chef besorgt

Deutsch-französischer Panzer vor dem Aus?

13.06.2026 – 03:48 UhrLesedauer: 2 Min.

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Ein Leopard 2-Panzer: Er sollte eigentlich vom MGCS abgelöst werden. (Archivbild) (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

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Frankreich plant offenbar, sein Budget für ein zentrales Rüstungsvorhaben drastisch zu kürzen. Rheinmetall-Chef Papperger schließt einen Ausstieg des Partners nicht aus.

Rheinmetall-Chef Armin Papperger hält einen französischen Ausstieg aus dem gemeinsamen Rüstungsprojekt MGCS für möglich. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ warnte er vor den Folgen geplanter Budgetkürzungen durch Frankreich. Das Vorhaben, einen gemeinsamen Nachfolger für den deutschen Leopard 2 und den französischen Leclerc-Panzer zu entwickeln, läuft bereits seit fast zehn Jahren.

Papperger zufolge plant Frankreich, seinen Finanzierungsanteil auf weniger als die Hälfte der bisherigen Planungen zu senken. „Eine Gefahr ist immer da, aber es ist noch nichts entschieden“, sagte er. Über das endgültige Budget gebe es bislang keine Einigung: „Wir haben null Entscheidungen über das finale Budget.“

Weniger Geld würde nach seiner Einschätzung bedeuten, dass Teile des Projekts gestrichen werden müssten, was das Vorhaben weiter verlangsamen würde. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte Papperger. Bisher hätten die vier beteiligten Unternehmen in dem Programm insgesamt erst 25 Millionen Euro erhalten. „Das ist natürlich sehr wenig Geld“, so der Rheinmetall-Chef.

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  • Rüstungskooperation: Deutsch-französisches Kampfjet-Projekt gescheitert

Schon gemeinsames Kampfflugzeug gescheitert

FCASVergrößern des Bildes
2019 wurde ein Modell vorgestellt, wie der FCAS-Jet aussehen könnte. Dies ist nun Geschichte. (Quelle: Benoit Tessier/POOL Reuters/dpa/dpa-bilder)

Das MGCS-Projekt war 2017 gemeinsam mit dem Kampfflugzeugprojekt FCAS gestartet worden. Damals kündigten der französische Präsident Emmanuel Macron und die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel die Vorhaben an. Während FCAS auf ein Kampfflugzeug der sechsten Generation als Nachfolger des Eurofighters und der französischen Rafale abzielte, soll MGCS ein bodengebundenes Kampfsystem liefern. Das FCAS-Projekt gilt inzwischen als gescheitert.

Die Einsatzbereitschaft eines MGCS-Panzers wird erst für die 2040er Jahre erwartet. „Das ist eine Wahnsinnszeit“, sagte Papperger. „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“

imago images 0858909392Vergrößern des Bildes
Armin Theodor Papperger, Chef von Rheinmetall: Er sorgt sich um ein Panzerprojekt mit Frankreich. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Joko/imago)

Leopard 3 als Übergangslösung

Als Übergangslösung haben Rheinmetall und KNDS Deutschland vor gut einem Jahr die Entwicklung eines Leopard 3 gestartet. Die ersten Exemplare sollen Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden.

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