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Panorama

Jäger hebt jahrelang Leiche ohne Kopf im Wald auf

wochentlich.deBy wochentlich.de12 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Jäger hebt jahrelang Leiche ohne Kopf im Wald auf
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Spur führt nach Deutschland

Jäger hebt Leiche ohne Kopf im Wald auf


11.06.2026 – 11:57 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Dreharbeiten zu „Fahndung Österreich“: Ein Jäger wusste viele Jahre lang von einer verwesenden Leiche in seinem Wald, sagte aber nichts. (Quelle: ServusTV)

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Ein seltsamer Fall beschäftigt die österreichische Polizei. Ein Jäger findet einen toten Radfahrer – und lässt den Mann dann einfach jahrelang liegen. Kommt der Tote vielleicht aus Bremen?

Es sei „einer der merkwürdigsten Fälle, die wir bisher in der Sendung hatten“, sagte am Mittwochabend Hans Martin Paar, der Moderator von „Fahndung Österreich“, dem österreichischen Pendant von „Aktenzeichen XY“ – und stellte dann gemeinsam mit Chefermittler Andreas Dirnberger neue Details zu einem Verfahren vor, das die Polizei selbst als „mysteriös“ bezeichnet.

Es geht um einen Toten, den ein Jäger in der Steiermark im Mai 2025 der Polizei meldete, der aber schon länger im Wald des Jägers lag. Bei den Vernehmungen im vergangenen Jahr habe der Mann irgendwann eingeräumt, dass er den unbekannten Toten schon viel früher entdeckt habe, sagte Ermittler Dirnberger: „Und mit viel früher ist wirklich sehr viel früher gemeint.“

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Es dürfte laut dem Polizisten 2014 gewesen sein – es lagen also wohl mehr als zehn Jahre zwischen Leichenfund und Anzeige. Als die Polizei im vergangenen Jahr zum Fundort kam, konnten die Ermittler nur noch Knochen und Kleidungsstücke im Wald finden. Der Rest des Körpers war verwest. Ärgerlich: Hätte der Jäger den Fund der Leiche eher gemeldet, wäre möglicherweise eine Identifizierung noch leichter möglich gewesen. Nun fragen sich die Beamten: Wer ist der Tote im Wald? Und wieso verschwieg der Jäger den Fund so lange?

Das Rad des Toten: Der Jäger soll es gelegentlich selbst benutzt haben.Vergrößern des Bildes
Das Rad des Toten: Der Jäger soll es gelegentlich selbst benutzt haben. (Quelle: Polizei)

Auf die zweite Frage gibt der Finder selbst eine Antwort: Er habe in seinem Jagdrevier Ruhe haben und jede Aufregung für das Wild vermeiden wollen, rechtfertigte sich der Mann gegenüber der Polizei.

Der Tote aus dem Wald: Verbindung nach Bremen?

Die erste Frage stellt die Beamten vor noch größere Rätsel: Nach Untersuchungen der sterblichen Überreste steht bisher nur fest, dass der Tote ein Mann im Alter von etwa 40 bis 60 Jahren gewesen sein muss und wohl 1,60 bis 1,70 Meter groß war.

Immerhin könnte die Kleidung des Toten einen Hinweis auf die Herkunft des Mannes geben: Bei den Knochen lag ein graues Radtrikot, das vermutlich 2008 oder 2009 im Raum Bremen von der „National Cycling Academy“ (NCA) an Absolventen von Spinning-Kursen ausgegeben worden sein dürfte. Die Ermittler nehmen daher an, dass der Tote entweder selbst Deutscher war – oder zumindest Anknüpfungspunkte nach Deutschland gehabt haben könnte. Aber auf eine passende Vermisstenanzeige sind die Beamten nicht gestoßen.

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