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So viele gibt es in Deutschland – Unnützes Wissen

wochentlich.deBy wochentlich.de11 Juni 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Verkehr und Alltag

Unnützes Wissen: So viele Ampeln gibt es in Deutschland


11.06.2026 – 17:28 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Ampeln: Aus dem deutschen Straßenbild sind sie nicht mehr wegzudenken. (Quelle: Marcus Brandt/dpa/dpa-bilder)

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Ampeln prägen den Alltag, doch ihre genaue Zahl kennt kaum jemand. Eine Auswertung zeigt, wie viele solcher Signale in Deutschland stehen.

Ampeln fallen meist erst auf, wenn sie lange Rot zeigen. Dabei gehören sie in Deutschland zum festen Bild von Städten, Kreuzungen und großen Verkehrsachsen. Doch wie viele Ampeln gibt es hierzulande und wo sind die meisten zu finden?

So viele Ampeln gibt es in Deutschland

Eine Datenauswertung kommt für Deutschland auf 130.924 Ampeln. Wichtig ist dabei die Zählweise: Gemeint sind die erfassten Ampelstandorte beziehungsweise Verkehrssignale.

Diese Zahl ist nicht identisch mit der Zahl der Lichtsignalanlagen. Eine einzelne Kreuzung kann mehrere Ampelmasten, Signalgeber und einzelne Leuchten haben. Betrachtet man nur die Lichtsignalanlagen, sind es gut 50.000 in Deutschland.

Für deutsche Städte wird häufig eine grobe Faustformel genannt: etwa eine Lichtsignalanlage pro 1.000 Bewohner. Das ist keine exakte Regel, hilft aber bei der Einordnung der Größenordnung.

Wie viele Ampeln eine Stadt tatsächlich hat, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind unter anderem Größe, Bevölkerungsdichte, Straßennetz, Zahl der Kreuzungen und Anteil von Fuß-, Rad- und öffentlichem Verkehr.

  • Lesen Sie auch: Wer hat die Ampel erfunden?
  • Verkehr und Rekorde: Wo befindet sich der größte Kreisverkehr der Welt?

Hohe Ampeldichte in Ballungsräumen

Die meisten Ampeln wurden in Nordrhein-Westfalen gezählt. Dort kommt die Auswertung auf 36.425 Ampeln. Dahinter folgen Bayern mit 15.584 Ampeln und Baden-Württemberg mit 14.927 Ampeln.

Nordrhein-Westfalen macht damit rund 27,8 Prozent aller in der Auswertung erfassten Ampeln aus. Das passt zur Struktur des Bundeslandes: Viele große Städte und Ballungsräume liegen dort vergleichsweise dicht beieinander.

Dementsprechend liegen die Stadtstaaten bei der Ampeldichte pro Quadratkilometer vorn. Berlin kommt laut Auswertung auf 9,17 Ampeln pro Quadratkilometer, Hamburg auf 6,77 und Bremen auf 3,63.

Das ist wenig überraschend: Stadtstaaten haben auf kleiner Fläche viele Kreuzungen, Hauptstraßen, Fußgängerüberwege und Verkehrsknoten. Dadurch ist die Ampeldichte deutlich höher als in Flächenländern mit großen ländlichen Gebieten. So hat der Landkreis Cochem-Zell nur zwei Ampeln, Kelheim kommt auf drei, Südwestpfalz auf sieben.

Solche Zahlen zeigen den Unterschied zwischen Stadt und Land besonders deutlich. Wo weniger große Kreuzungen, Hauptverkehrsstraßen und dichte Siedlungsräume vorhanden sind, werden naturgemäß auch deutlich weniger Ampeln benötigt.

Entwicklung: Werden Ampeln künftig weniger?

Ob die Zahl der Ampeln in Deutschland insgesamt steigt oder sinkt, lässt sich aus öffentlich zugänglichen Daten nicht eindeutig belegen. In vielen Kommunen werden Ampeln aber nicht mehr automatisch als Standardlösung betrachtet.

Je nach Verkehrslage können Kreisverkehre, Querungsinseln oder Zebrastreifen sinnvoller sein. Sie können Wartezeiten verkürzen, Geschwindigkeiten senken und den Verkehr übersichtlicher machen. Trotzdem bleiben Ampeln an stark belasteten Kreuzungen, bei komplexem Fuß- und Radverkehr oder für Bus- und Straßenbahntrassen oft notwendig.

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