Neuer Glücksatlas
Wo die Bayern am glücklichsten sind – und wo nicht
09.06.2026 – 12:01 UhrLesedauer: 1 Min.
Im Glücksatlas schneidet München überraschend schlecht ab. In welcher bayerischen Stadt die Menschen stattdessen deutlich zufriedener leben.
Die Süddeutsche Klassenlotterie (SKL) hat für ihren neuen Glücksatlas erneut 40 deutsche Großstädte zur Zufriedenheit ihrer Bewohner untersucht. München liegt nicht an der Spitze, sondern deutlich weiter hinten. Stattdessen wird die bayerische Landeshauptstadt von einem Nachbar überholt: Augsburg.
Die Fuggerstadt schafft es auf Platz 2 im Ranking, nur Erfurt schnitt besser ab. München hingegen landet abgeschlagen auf Platz 24 und teilt sich den Rang mit Leipzig. Nürnberg liegt zusammen mit Berlin auf Platz 35.
Warum Augsburger glücklicher sind als Münchner
Für den Glücksatlas hat SKL das Institut für Demoskopie Allensbach beauftragt. Dieses hat von Januar 2023 bis April 2026 insgesamt 23.286 Menschen zwischen 16 und 84 Jahren befragt.
Die Zufriedenheit in der Fuggerstadt liegt laut Ranking bei 7,42 von 10. München hingegen erreicht 6,98 Punkte, Nürnberg 6,71. Die Werte kommen nicht von ungefähr: So ist die Kriminalitätsrate geringer, was jedoch auch der deutlich geringeren Bevölkerungsdichte geschuldet ist. Ausschlaggebend für Augsburg sind die deutlich günstigeren Mieten, verglichen mit München.

Städte wie München hätten eine schlechte Umweltqualität sowie eine überbeanspruchte Infrastruktur, so der Glücksatlas. Bei Einkommen und Vermögen gebe es eine hohe Ungleichheit.
„Die materiellen Wohlstandsindikatoren erfassen das Lebensglück der Menschen nicht vollständig, auch immaterielle Faktoren wie das Gemeinschaftsgefühl und die persönliche Identifikation mit dem Wohnort spielen eine große Rolle“, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen von der Universität Freiburg.
