Über 25 Jahre nach Raabs Hit
„Maschendraht“: Regina Zindler ist tot
04.06.2026 – 07:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Vor mehr als zwei Jahrzehnten wurde sie durch ein Stefan-Raab-Lied bekannt. Jetzt ist Regina Zindler verstorben. Sie wurde 78 Jahre alt.
Die Sächsin Regina Zindler ist laut einem Bericht von „Bild“ tot. Sie war 1999 mit Stefan Raabs Nummer-eins-Hit „Maschendrahtzaun“ bekannt geworden. Zindler sei bereits am 5. Mai in Zwickau gestorben und dort inzwischen auf dem Hauptfriedhof in einem anonymen Gemeinschaftsgrab beigesetzt worden. Das sei ihr Wunsch gewesen. Ende April hatte die Zeitung bereits berichtet, dass Zindler Krebs im Endstadium hatte.
Zindlers Mann hatt der „Bild“ damals gesagt: „Meine Frau bekommt bei uns zu Hause täglich Palliativpflege. Ihr bleiben noch vier Wochen, vielleicht acht. Ich werde bis zum Schluss für sie da sein.“ Letztlich sei sie eine Woche nach dem Gespräch im Alter von 78 Jahren verstorben.
Raab hatte im Herbst 1999 nach einem Auftritt Zindlers in der Sat.1-Sendung „Richterin Barbara Salesch“ aus Äußerungen der Sächsin ein Countrylied gemacht. Zindler hatte bei Salesch im sächsischen Dialekt von einem Streit mit ihrem Nachbarn berichtet, dessen Knallerbsenstrauch ihren Maschendrahtzaun beschädige. Die zwei Wörter „Maschendrahtzaun“ und „Knallerbsenstrauch“ spielte Raab in dem Lied ein, das er zusammen mit der Countryband Truck Stop produzierte.
Wir benötigen Ihre Einwilligung, um den von unserer Redaktion eingebundenen Youtube-Inhalt anzuzeigen. Sie können diesen (und damit auch alle weiteren Youtube-Inhalte auf t-online.de) mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder deaktivieren.
„Maschendrahtzaun“ war ein Nummer-eins-Hit
Das Lied „Maschendrahtzaun“ ist bis heute Raabs einziger Nummer-eins-Hit, es stand sieben Wochen an der Spitze der deutschen Charts und war auch in Österreich und der Schweiz ein Erfolg. Zindler hatte der Nutzung der Zitate zugestimmt und erhielt Medienberichten zufolge zehn Pfennig – 5,1 Cent – pro verkaufter Single. Das Lied soll sich etwa eine Million Mal verkauft haben.
Der Erfolg hatte für Zindler allerdings eine erhebliche Kehrseite: Zahlreiche Schaulustige fuhren zu ihrem Grundstück, es kam zu Partys, Sachbeschädigungen und Ruhestörungen. Zindler zog zunächst entnervt weg – erst später machte sie ihren Frieden mit dem Hype. „Auf den Herrn Raab bin ich nicht mehr böse – der hat ja nur sein Lied gemacht, ich habe damals mein Einverständnis gegeben“, sagte sie der „Bild am Sonntag“ 2014.
