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Forscher wollen Verhütungsmittel für Männer entwickeln

wochentlich.deBy wochentlich.de27 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Forscher wollen Verhütungsmittel für Männer entwickeln
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Vorübergehend unfruchtbar

RWTH forscht an einem Verhütungsmittel für Männer

27.05.2026 – 10:44 UhrLesedauer: 1 Min.

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3D-Illustration von Spermien (Symbolbild): RWTH erforscht, wie ihr Transport im Hoden reversibel gestoppt wird (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Christoph Burgstedt)

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Forscher der RWTH Aachen entwickeln gerade eine nicht-hormonelle Verhütung für Männer. Sie sollen vorübergehend unfruchtbar gemacht werden.

Die RWTH Aachen beteiligt sich in einem bundesweiten Forschungsverbund zur Entwicklung neuer Verhütungsmethoden für Männer. Die Forscher wollen eine nicht-hormonelle und reversible, also umkehrbare Methode zur Verhütung entwickeln.

Ziel ist es dabei, den Transport von Spermien im Hoden zeitweise zu blockieren, den Mann also vorübergehend unfruchtbar zu machen, ohne die Fruchtbarkeit aber dauerhaft zu beeinträchtigen.

Kurzfristige Unfruchtbarkeit: Wie soll das gehen?

Im Mittelpunkt steht ein bislang wenig verstandener biologischer Prozess im Hoden, der den Transport der Spermien innerhalb des Hodens reguliert, die sogenannte „purinerge Signalübertragung“. Dabei spielt das körpereigene Molekül ATP eine zentrale Rolle. Es löst Kontraktionen in Muskelzellen aus, die die Samenkanälchen umgeben. Diese Bewegungen transportieren reife Spermien innerhalb des Hodens.

Das Forschungsteam untersucht nun die Gene, Proteine und Mechanismen hinter diesem Vorgang. Mehrere Teilprojekte analysieren unter anderem Signalwege im menschlichen Hoden, die Freisetzung von ATP und die Rolle bestimmter Zelltypen beim Spermientransport.

Außerdem wollen die Wissenschaftler mögliche Wirkstoffe entwickeln, die Einfluss auf diese Prozesse nehmen können. Diese sollen im Rahmen des Forschungsprojekts entworfen, hergestellt und pharmakologisch getestet werden.

Projekt wird mit rund drei Millionen Euro gefördert

Das Projekt trägt den Namen „ContraPur“. Koordiniert wird das Vorhaben von Professor Marc Spehr, Leiter des Lehrstuhls für Chemosensorik an der RWTH Aachen. Weitere Partner sind die Universitäten aus München, Bonn, Gießen und Münster.

Das Projekt „ContraPur“ wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt über drei Jahre mit rund drei Millionen Euro gefördert.

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