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Reaktionen auf E-Sportwagen – „Billigen Grappa gesoffen“

wochentlich.deBy wochentlich.de26 Mai 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Reaktionen auf E-Sportwagen – „Billigen Grappa gesoffen“
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Nicht wegen des Antriebs

Ferraris erstes E-Auto spaltet das Netz

26.05.2026 – 15:51 UhrLesedauer: 3 Min.

Vergrößern des Bildes

Heck des Ferrari Luce: Seine Optik entzweit die Community im Netz. (Quelle: Ferrari)

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Ferrari wagt mit dem Luce den radikalen Neuanfang: elektrisch, fünfsitzig, futuristisch. Im Netz löst das Modell heftige Diskussionen aus.

Ferrari hat schon viele extreme Autos gebaut. Doch kaum ein Modell der Italiener hat schon vor dem Marktstart eine derart heftige Debatte ausgelöst wie der neue Luce. Das erste vollelektrische Serienmodell der Marke löst im Netz Spott, Begeisterung – und eine Grundsatzdiskussion darüber aus, was ein Ferrari überhaupt noch sein darf.

Dabei lesen sich die technischen Daten zunächst wie die eines typischen Supersportwagens aus Maranello: bis zu 1.050 PS, mehr als 310 km/h Spitze, 530 Kilometer Reichweite und ein Sprint von null auf 100 km/h in 2,5 Sekunden. Gleichzeitig bricht der Luce mit mehreren Ferrari-Traditionen: vier Türen, fünf Sitze, großer Kofferraum, hohes Dach und ein Design, das deutlich glatter und futuristischer wirkt als bisherige Modelle.

„Das sieht nicht mehr aus wie ein Ferrari“

Vor allem die Optik führt seit der Vorstellung zu heftigen Reaktionen. Unter einem LinkedIn-Post des „Motor1“- und „InsideEVs“-Chefredakteurs Roland Hildebrandt sammelten sich binnen Stunden Hunderte Kommentare.

„Der Fiat Multipla hat seinen Meister gefunden“, schrieb Alexander Roth auf LinkedIn. Andere Nutzer verglichen den Luce mit einem „Playmobil“-Auto, einem „Temu-Ferrari“ oder einem beliebigen chinesischen Elektroauto.

Besonders viel Aufmerksamkeit bekam ein Kommentar des Autojournalisten Alexander Bloch. Er schrieb: „… entweder die Kamera verzerrt brutal oder die Designer haben so viel billigen Grappa gesoffen, bis ihnen die Proportionen und Formen völlig entglitten sind.“

Auch im Netzwerk X gab es verschiedene gehässige Kommentare zum Design:

Viele Reaktionen richten sich dabei weniger gegen den Elektroantrieb selbst als gegen den wahrgenommenen Verlust der Ferrari-Identität. „Das Fahrzeug ist genauso weit weg von einem typischen Ferrari wie der Mach E vom Mustang“, schrieb Thomas Mertens. Axel Raue formulierte: „Ferrari darf elektrisch werden – aber niemals gestalterisch austauschbar.“ Gregor Soller schrieb: „Es ist per se nicht hässlich, aber so gaaaaaaar nicht Ferrari.“

Immer wieder taucht in den Kommentaren auch der Vergleich mit Jaguar auf. Hintergrund ist die kontroverse Neuausrichtung der britischen Marke, die ebenfalls wegen eines radikalen Stilbruchs kritisiert wurde. Manche Nutzer sprechen bereits von einem möglichen „Jaguar-Moment“ für Ferrari.

Jaguar Type01: Auch sein Look wird kontrovers beurteilt.Vergrößern des Bildes
Jaguar Type01: Auch sein Look wird kontrovers beurteilt. (Quelle: Jaguar)

Manche feiern den Bruch mit der Tradition

Doch es gibt auch Gegenstimmen. Einige Nutzer loben gerade den radikalen Bruch mit der bisherigen Ferrari-Formensprache.

„Ferrari macht hier etwas, das viele offenbar verlernt haben: mutig nach vorn denken“, schrieb Carsten Röhr. Andere argumentieren, eine Marke wie Ferrari müsse polarisieren, um relevant zu bleiben. Lorand Heissmann schrieb: „Was schnell gefällt, hat keinen Bestand – was sofort spaltet, schreibt Geschichte.“

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