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Politik

Steinmeier fordert „erwachsene Haltung“ deutscher Außenpolitik

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Steinmeier fordert „erwachsene Haltung“ deutscher Außenpolitik
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Konflikt mit Putin

Steinmeier fordert „erwachsene Haltung“ deutscher Außenpolitik


21.05.2026 – 09:23 UhrLesedauer: 2 Min.

Frank-Walter Steinmeier: Deutschland braucht militärische Stärke und außenpolitische Diplomatie, fordert der BundespräsidentVergrößern des Bildes

Frank-Walter Steinmeier: Deutschland braucht militärische Stärke und außenpolitische Diplomatie, fordert der Bundespräsident. (Quelle: Frank Ossenbrink/imago)

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Angesichts der Bedrohung durch Putins Russland rüstet Deutschland massiv auf. Bundespräsident Steinmeier fordert, die Diplomatie nicht zu vergessen.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fordert eine differenziertere Positionierung der deutschen Außenpolitik. „Ich würde mir wünschen, dass wir eine erwachsene Haltung zu dem Thema militärische Stärke und außenpolitische Diplomatie finden. Wir brauchen immer beides“, sagte Steinmeier im Podcast „Vorangedacht“ von t-online. „Ich habe Phasen erlebt, in denen wir Angst davor gehabt haben, uns militärisch zu stärken. Heute habe ich manchmal den Eindruck, dass es nur noch um militärische Stärke geht und dass Diplomatie und klassische Außenpolitik zu gering geschätzt werden. Eine erwachsene Haltung heißt für mich, dass wir beides brauchen und beides möglichst effektiv und möglichst selbstbewusst handhaben.“

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Am amerikanisch-israelischen Kriegszug gegen den Iran übt Steinmeier deutliche Kritik: „Was mich an der Auseinandersetzung über den Iran und den Iran-Krieg am meisten enttäuscht und fast wütend macht, ist die Tatsache, dass es nicht lange her ist, dass viele der Meinung waren, dass Präsident Trump ja nichts anderes übriggeblieben wäre, als diesen Krieg an der Seite Israels zu führen, weil diplomatische Möglichkeiten nichts genutzt hätten“, sagte Steinmeier.

Er erinnert daran: „Es ist gerade zehn Jahre her, dass es nach achtjährigen Verhandlungen, von denen ich sechs Jahre beteiligt war, gelungen ist, ein Abkommen mit dem Iran zu schließen, in dem der Iran nicht nur auf die Entwicklung der Nuklearbombe verzichtet hat, sondern den Nachweis führen musste, dass er tatsächlich auch nicht im Geheimen an solchen Entwicklungen arbeitet. Deshalb kann ich nicht verstehen, dass rückwirkend behauptet wird, diplomatische Möglichkeiten hätten nichts genutzt. Es wäre gut gewesen, wir hätten diese Vereinbarung beibehalten. Die Konsequenzen, die wir jetzt sehen, hätten nicht sein müssen. Das ist ein unnötiger Krieg, den wir dort führen.“ US-Präsident Donald Trump hatte das Atomabkommen mit dem Iran in seiner ersten Amtszeit 2018 gekündigt.

Im neuen Podcast „Vorangedacht“ spricht t-online-Chefredakteur Florian Harms mit Vordenkern aus Wirtschaft und Politik, Wissenschaft und Gesellschaft über die Frage, wie Deutschland die globalen Erschütterungen überstehen und gestärkt aus der Krise kommen kann. Der Podcast ist kostenlos auf allen gängigen Podcast-Plattformen und hier auf t-online zu finden.

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