„SOS“ im Nationalpark
Schiffbrüchiger fackelt halbe Insel ab
21.05.2026 – 16:38 UhrLesedauer: 2 Min.
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Hunderte Feuerwehrleute kämpfen im Süden des US-Bundesstaats Kalifornien gegen Waldbrände. Das größte Feuer geht wohl auf das Konto eines schiffbrüchigen Seglers.
In Kalifornien brennen wieder die Wälder. An mehreren Orten lodern Flammen, die Feuerwehr ist im Großeinsatz. Der bisher größte Brand hat eine besondere Insel erfasst – Santa Rosa gilt gemeinsam mit ihren Nachbarinseln als „Kaliforniens Galapagos“.
Am späten Mittwochabend (Ortszeit) meldete die Feuerwehr, dass bisher 71 Quadratkilometer abbrannten. Das Feuer sei nach mehreren Tagen nicht einmal zur Hälfte unter Kontrolle. Die Ursache für den Brand geben die Retter mit einem einzigen Wort an: „Mensch“.
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Im konkreten Fall handelt es sich Medienberichten zufolge wohl um einen 67 Jahre alten Segler. Der Mann war laut Küstenwache am vergangenen Donnerstag vor Santa Rosa mit seinem Boot auf Felsen aufgelaufen.

Ein Video, das die Nachrichtenseite „SFGate“ veröffentlichte, zeigt sein Boot in Flammen. Der Mann sagt: „Das ist ein heißes Feuer. Ich hoffe, ich setze die Insel damit nicht in Brand, das wäre nicht gut.“
„SOS“ am verbrannten Strand: Santa Rosa in Flammen
Laut „SFGate“ fürchtete er, das Feuer könne auf das trockene Gestrüpp übergreifen. Schließlich habe er die Nacht allein und ohne Handyempfang auf der abgelegenen Insel verbracht, während das Boot weiter brannte.
Am Freitag hatte sich das Feuer dann offenbar ausgebreitet. Fischerboote näherten sich der Insel, um den Brand zu untersuchen, und der Segler zündete Leuchtraketen, um auf sich aufmerksam zu machen. Als ihn später die Küstenwache mit einem Helikopter rettete, hatte der Mann in der verbrannten Erde am Strand die Buchstaben „SOS“ hinterlassen.

Das Feuer auf der Insel Santa Rosa gilt nach Angaben der „Los Angeles Times“ als größter dokumentierter Brand in der modernen Geschichte der Insel. Die bei Campern und Wanderern beliebte Insel gehört zum Channel-Islands-Nationalpark und ist für ihre einzigartige Tier- und Pflanzenwelt bekannt. Seit Ausbruch des Feuers wurde die Insel für Besucher bis auf Weiteres gesperrt.
