1. FC Köln
WM-Nominierung: Wird der El-Mala-Poker jetzt noch heißer?
20.05.2026 – 18:59 UhrLesedauer: 3 Min.
Said El Mala wird für sein sagenhaftes erstes Bundesligajahr mit der WM-Nominierung belohnt. Der 1. FC Köln könnte seine Ablöseforderung anheben.
Mitte Juli des vergangenen Jahres lag Said El Malas erstes Bundesligaspiel noch gut einen Monat in der Zukunft. Doch es war bereits zu erahnen, dass der 1. FC Köln neuerdings ein besonderes Talent in seinen Reihen hat – dass den Geißböcken eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte bevorsteht, die am Donnerstag mit El Malas Nominierung für die Weltmeisterschaft ihren vorläufigen Höhepunkt finden soll.
Damals im Juli bestritt der gemeinsam mit seinem Bruder Malek für schlappe 300.000 Euro von Viktoria Köln verpflichtete Youngster seine ersten Einheiten mit den Geißböcken. Im Trainingslager im österreichischen Bad Waltersdorf war schnell zu sehen: El Mala benötigt für den Sprung aus der 3. Liga in die Bundesliga keine lange Anlaufzeit.
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Vom besten Joker der Bundesliga zum unumstrittenen Stammspieler
Beinahe täglich sorgte der noch 18-Jährige unter den mitgereisten Kölner Fans für Raunen, immer wieder erhielt er Szenenapplaus. Solch einen spektakulären Spieler, da waren sich die Beobachter einig, hatte man schon lange nicht mehr im FC-Trikot gesehen. Und diese ersten Eindrücke, sie täuschten keineswegs.
El Mala legte in der Folge eine sagenhafte Debütsaison hin. Zunächst glänzte der Linksaußen als Joker, war der beste Einwechselspieler der Liga. Im Laufe der Saison erarbeitete sich der gebürtige Krefelder dann – wie von Bundestrainer Julian Nagelsmann gefordert – den Status eines unumstrittenen Stammspielers.
Torhungrigster Teenager der Kölner Bundesligahistorie
Seine Bilanz zum Abschluss: 34 Einsätze an 34 Spieltagen, davon 20 von Beginn an. 13 Tore erzielte El Mala, avancierte damit zum erfolgreichsten Teenager der Kölner Bundesligahistorie. Er übertrumpfte unter anderem Lukas Podolski, der in seinem Premierenjahr einst zehn Tore für den FC erzielt hatte.
El Malas Nummer 13, beim 1:5 gegen Bayern München am vergangenen Samstag, war mal wieder ein Traumtor. Noch in der eigenen Hälfte eroberte er den Ball, zog der gesamten Stardefensive des Rekordmeisters davon und blieb auch vor WM-Torhüter Manuel Neuer cool. „Das war überragend anzuschauen“, schwärmt FC-Vizepräsident Ulf Sobek. „Bei dem Solo haben wir seine Klasse gesehen.“
Diese Klasse kann auch Julian Nagelsmann nicht ignorieren. Nachdem er El Mala im November erstmals nominiert, aber nicht eingesetzt hatte, ihn im März dann nicht berücksichtigte, führt für die Weltmeisterschaft nun kein Weg mehr am Kölner vorbei. Der 19-Jährige soll Teil des 26-köpfigen deutschen Aufgebots sein, das am Donnerstagmittag (13 Uhr) offiziell präsentiert wird – so ist es zumindest vorab durchgesickert.
