„Es brauchte dringend Hilfe“
Seenotretter ziehen zitterndes Reh aus dem Schlick
20.05.2026 – 08:43 UhrLesedauer: 1 Min.
Passagiere eines Ausflugskutters entdecken ein Reh in höchster Not. Wenig später rücken Seenotretter aus.
Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben am Dienstag vor Büsum einen verängstigten und erschöpften Rehbock gerettet. Passagiere hätten das Tier am Vormittag von einem Ausflugsdampfer aus im Wasser entdeckt, wie die Gesellschaft mitteilte.
Wie das Tier dort hingekommen war, blieb unklar. „Fest stand jedoch: Es brauchte dringend Hilfe, um wieder an Land zu kommen“, so das Urteil der DGzRS. Alarmierte Seenotretter entdeckten das verängstigte Tier „mit zittrigen Beinen stehend auf einem Schlickhaufen“. Den Rettern sei es schließlich gelungen, es „mit einem beherzten Griff“ an Bord zu nehmen. Dort beruhigte sich der Rehbock nach und nach.
Seenotrettung: Reh in die Freiheit entlassen
Zurück an Land übergaben die Seenotretter das Tier einem hinzugerufenen Jäger, der das Reh schließlich in die Freiheit entließ – „in sicherer Entfernung zum Ufer“, wie die DGzRS betonte.
In der Regel rücken die Seenotretter aus, um Menschenleben zu retten. Erst am 10. Mai hatten sich etwa zwei Mädchen per Notruf gemeldet: Ihr Vater sei auf der Ems über Bord gestürzt und nicht mehr zu sehen. Der Mann konnte schließlich von der Besatzung eines zufällig in der Nähe fahrenden Sportbootes aus dem Wasser gezogen werden, noch bevor die Seenotretter am Ort des Geschehens eintrafen.
