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You are at:Home»Panorama»Wladimir Putin von Selenskyj in Moskau gedemütigt: „Jämmerlicher Anblick“
Panorama

Wladimir Putin von Selenskyj in Moskau gedemütigt: „Jämmerlicher Anblick“

wochentlich.deBy wochentlich.de11 Mai 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Wladimir Putin von Selenskyj in Moskau gedemütigt: „Jämmerlicher Anblick“
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„Russland musste sich buchstäblich erniedrigen“

Die Debatte um die Parade wurde in der kriegsbefürwortenden Szene als schwere Demütigung wahrgenommen. Der russische Militärbeobachter Michael Naki fasst die aktuelle Stimmung so zusammen: „Selbst die dümmsten Militärblogger verstehen, was vorgefallen ist: Russland musste sich buchstäblich erniedrigen, um die Möglichkeit zu erhalten, die Parade ohne die Gefahr ukrainischer Angriffe abzuhalten.“

Dies löste eine entsprechende Entrüstung aus: „Sich mit einem professionellen Clown die Manege zu teilen, war von Anfang an eine dumme Idee“, schrieb ein Militärblogger. „Die Ukrainer kann man auf diesem Feld nicht schlagen. Wenn er ein Dekret zur Durchführung der Parade auf dem Roten Platz erlässt, wirkt das wie ein Versuch, Russland zu demütigen.“ Was mache man in solchen Fällen normalerweise? Man schlage zurück. Stattdessen lasse sich der Kreml auf eine dreitägige Waffenruhe und einen Gefangenenaustausch ein. „Dafür gibt es wirklich keine zensurfähigen Worte“, wütete er in Richtung des Kremls, der offenbar auf einen Schlag gegen Kiew verzichtet.

Vergrößern des Bildes
Ein Verteidigungsminister in Zivil nahm die Parade in Moskau ab: Ein Stein des Anstoßes für viele russische Militärblogger. (Quelle: Russian Foreign Ministry’s official apaimages/imago)

Militärblogger sieht Putin zu einer Lachnummer verkommen

„Das passiert, wenn ein junger Kopf einem alten entgegengestellt wird“, kommentierte der Militärblogger „Genosse Artjom“. Humor sei eine erstaunlich mächtige Waffe. „Diejenigen, vor denen man früher Angst hatte, werden dadurch zur Lachnummer.“

„Mit diesem Versprechen, das Zentrum Kiews als Vergeltung für einen Angriff auf die Siegesparade zu zerstören, ist eine völlig absurde Geschichte entstanden“, befand der Blogger „Historiker-Alkoholiker“. „Wozu braucht man überhaupt eine Parade zum Sieg im vergangenen Krieg, wenn man ständig verspricht, die Hauptstadt des Gegners zu zerstören, den aktuellen Krieg aber offenbar gar nicht gewinnen will?“

Ein anderer Militärblogger wurde noch deutlicher: „Im Grunde unterstreicht gerade dieses Fest, wie gering unser eigener Verdienst im Vergleich zu den Leistungen unserer heroischen Vorfahren ist.“

Für Wladimir Putin geht der „Tag des Sieges“ nach hinten los

Auch die Animationen der „Wunderwaffen“, die während der Parade präsentiert wurden, lösten bei Fachleuten Skepsis und bei den russischen Militärbloggern bittere Enttäuschung aus. Denn die angeblichen Superwaffen kämen entweder im Krieg nicht zum Einsatz, monierte die Kriegsblogger-Szene, oder sie existierten gar nicht.

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