„Rassistischer Feigling“
Stürmer erhebt schwere Vorwürfe gegen Gegenspieler
10.05.2026 – 10:02 UhrLesedauer: 2 Min.
Beim Gastspiel in Cagliari wird Udinese-Stürmer Keinan Davis im zweiten Durchgang eingewechselt. Nach der Partie erhebt er schwere Vorwürfe gegen einen Gegenspieler.
Der englische Stürmer Keinan Davis von Udinese Calcio hat Cagliari-Profi Alberto Dossena Rassismus vorgeworfen. Der Vorfall soll sich am Samstag zugetragen haben, als die Teams der beiden Spieler im Unipol Domus, dem Stadion von Cagliari, aufeinandertrafen. Gegen Ende der Partie hatte Davis den Schiedsrichter verärgert auf Äußerungen von den Zuschauerrängen aufmerksam gemacht. Kurz nach Abpfiff spitze sich die Situation zu, als der 28-Jährige und Dossena von ihren Teamkollegen auf dem Platz getrennt werden mussten.
„Dieser rassistische Feigling hat mich heute während des Spiels Affe genannt“, schrieb Davis im Anschluss zu einem Foto von Dossena in seiner Instagram-Story. Und weiter: „Ich hoffe, dass der Ligaverband der Serie A etwas dagegen tun wird, aber wir werden sehen.“
Davis‘ Mitspieler Nicolò Zaniolo zeigte sich ebenfalls entrüstet. Ohne Dossenas Namen zu nennen, schrieb er auf Instagram: „Der Kollege (wenn man ihn überhaupt so nennen kann), der sich heute erlaubt hat, meine Kinder zu beleidigen und meinen Kollegen wegen seiner Hautfarbe zu beschimpfen, sollte sich schämen und nie wieder einen Fußballplatz betreten!“
Vom Verein erhielt Davis umgehend Rückendeckung. Udinese sagte seinem Spieler „uneingeschränkte Solidarität und volle Unterstützung“ zu. „Der Verein bekräftigt seine entschiedene Verurteilung solcher verwerflichen Handlungen, die dem Ansehen und den Werten des Sports, den wir lieben, schweren Schaden zufügen“, hieß es weiter. Man werde Davis „auf allen Ebenen verteidigen und hofft auf eine rasche Klärung des Vorfalls durch die Sportgerichtsbarkeit, in die der Verein volles Vertrauen setzt.“
Dossena reagierte derweil in seiner eigenen Instagram-Story auf die Anschuldigungen – und zeigte sich betroffen. „Beschuldigt zu werden, rassistisch zu sein, macht mich traurig und verletzt mich“, so der Innenverteidiger. „Es ist ein sehr schwerwiegender Vorwurf. Niemals würde mir in den Sinn kommen, mich an eine andere Person oder einen Kollegen mit einer solchen Beleidigung zu wenden.“
