Den Weg in den Profi-Sport habe Zabel selbst wie ein Videospiel erlebt. Es sei ein ständiges „Hochleveln“ gewesen, sagte er: Er habe schnell gemerkt, dass er gut sei. Anders als im Fußball. Von da an ging der Aufstieg etappenweise voran: NRW-Landesauswahl, Nationalmannschaft, Europameisterschaft, Weltmeisterschaft.
Zabel habe sich irgendwann entschieden, unbedingt Profi werden zu wollen, dafür habe er sein Abi abgebrochen. Seine Familie hat ihn bei dem Wunsch mit voller Tatkraft unterstützt, aber auch immer wieder herausgefordert. So habe sein „Opa Manni“ etwa Zabels Reifen mit Essig eingeschmiert, für den „Grip in den Kurven“. Sein Vater habe ihm immer Tipps gegeben, wie er bei den Rennen noch besser abschneiden hätte können, wie er nicht nur Dritter, sondern Erster geworden wäre.
Das war ein bisschen, wie Schluss machen.
Rick Zabel über das Ende seiner Radrenn-Karriere
Vor zwei Jahren beendete Rick Zabel seine aktive Radrenn-Karriere. Im Kölner Treff erzählte er: „Das war ein bisschen, wie Schluss machen.“ Er habe das Rad erst mal in den Keller gestellt. „Um Abstand zu gewinnen.“ Dann habe er sich anderen Dingen gewidmet. Er habe auch schnell viel zugenommen, weil er nicht mehr allzu stark auf seine Ernährung geachtet habe.
Doch in diesem Jahr habe er seine „alte Liebe“ wiederentdeckt. Doch den Radsport übt Zabel jetzt anders aus als früher, weniger kompetitiv, mehr als Genuss: „Ich schaue nicht mehr auf meine Werte.“
Inzwischen ist Zabel auch dreifacher Familienvater. Bei seinem ältesten Sohn Oskar, so sagte Zabel im „Kölner Treff“, bemerke er so langsam auch echte Sportlergene. Sein anderer Sohn stehe mehr auf Süßigkeiten und Fernsehgucken.
