Brisante Aussage im Prozess
Mutter: Fabian habe gesehen, „wie Papa Gina gehauen hat“
Aktualisiert am 30.04.2026 – 10:51 UhrLesedauer: 6 Min.

Im Mordfall Fabian stehen am zweiten Prozesstag im Verfahren gegen die Angeklagte Gina H. wichtige Aussagen an. Fabians Eltern werden befragt. Alle Entwicklungen im Liveblog.
Für die 30-jährige Gina H. gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Laut Anklage soll sie den Achtjährigen am 10. Oktober vergangenen Jahres aus seiner Wohnung in Güstrow gelockt und ihn an einem Tümpel im rund 15 Kilometer entfernten Klein Upahl mit mindestens sechs Messerstichen getötet haben. Einen Tag zuvor soll ihr Matthias R. mitgeteilt haben, dass die Trennung zwischen den beiden final und unwiderruflich sei. Durch den Mord an Fabian, so die Staatsanwaltschaft, habe Gina H. gehofft, Matthias R. wieder für sich gewinnen zu können.
10.48 Uhr: Jetzt geht es um Fabians Handy. Dorina L. spricht darüber, welche Spiele er mit seinem Handy spielen durfte. Hintergrund der Frage: Fabian hatte am 10. Oktober, dem Tag seines Verschwindens und seines Todes, sein Handy untypischerweise zu Hause liegen lassen, als er die Wohnung verließ.
10.39 Uhr: Fabians Mutter berichtet, sein Sohn habe häufig Nasenbluten gehabt. Am 9. Oktober, dem Tag vor seinem Verschwinden, habe sie ihn deswegen von der Schule abgeholt. Auch Kopfschmerzen habe er gehabt. Sie habe ihm an diesem Tag Dürüm-Döner gekauft. Später am Tag sei Fabian noch einmal draußen unterwegs gewesen. „Er kam pünktlich nach Hause.“ Als er zurückgekommen sei und schon im Bett gelegen habe, habe er berichtet, ihm gehe es wieder schlechter, ihm sei schwindelig.
10.36 Uhr: Fabian sei in der Schule immer mal wieder gemobbt worden. Bei einem Vorfall sei etwa seine Mütze beschädigt worden, berichtet Dorina L. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft hingegen hatte im Oktober, wenige Tage nach dem Auffinden der Leiche, noch betont: „Wir haben keine Erkenntnisse über Mobbing an der Schule.“ Fabian habe aber mehrere gute Freunde gehabt, mit denen er sich gern getroffen habe, so seine Mutter.
