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Nasa zieht Bilanz zu gestrandeten ISS-Astronauten

wochentlich.deBy wochentlich.de20 Februar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Nasa zieht Bilanz zu gestrandeten ISS-Astronauten
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Gestrandete Astronauten

Nasa stuft Boeing-Vorfall als schwerwiegend ein


20.02.2026 – 10:50 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Suni Williams (l.) und Barry Wilmore (Archivbild): Die beiden waren Anfang Juni 2024 mit einer Boeing-Raumkapsel zur ISS geflogen. (Quelle: John Raoux/AP/dpa/dpa-bilder)

Nur rund eine Woche sollten zwei US-Astronauten im Jahr 2024 an Bord der ISS bleiben. Daraus wurden wegen einer Panne jedoch neun Monate. Nun zieht die Nasa eine harte Bilanz.

Die Nasa bewertet die Raumschiff-Panne, deretwegen zwei Astronauten rund neun Monate länger als geplant auf der Internationalen Raumstation ISS bleiben mussten, als schwerwiegenden Vorfall.

„Aufgrund des Verlusts der Manövrierfähigkeit des Raumschiffs beim Anflug der Besatzung auf die Raumstation und der damit verbundenen finanziellen Schäden hat die Nasa den Testflug als Zwischenfall vom Typ A eingestuft“, hieß es in einer Mitteilung der US-Raumfahrtbehörde. Ein Typ-A-Zwischenfall ist bei der Nasa die höchste Kategorie für einen Zwischenfall.

„Obwohl es keine Verletzten gab und die Mission vor dem Andocken wieder unter Kontrolle gebracht wurde, erkennt diese höchste Einstufung an, dass das Potenzial für einen schwerwiegenden Zwischenfall bestand“, so die Mitteilung.

Die Astronauten Suni Williams und Barry Wilmore waren Anfang Juni 2024 mit dem Boeing-Raumschiff „Starliner“ zur ISS gekommen und sollten eigentlich nur rund eine Woche dort bleiben. Aufgrund technischer Probleme mit ihrem Raumschiff entschied die Nasa aus Sicherheitsgründen jedoch, sie mit einem anderen Raumschiff und erst rund neun Monate später wieder zur Erde zurückkehren zu lassen.

In der Mitteilung hieß es, eine unabhängige Untersuchung habe ergeben, dass ein Zusammenspiel von „Hardwarefehlern, Qualifikationslücken, Führungsfehlern und kulturellen Schwächen“ Risikobedingungen geschaffen hätten, „die nicht mit den Sicherheitsstandards der Nasa für die bemannte Raumfahrt vereinbar sind“. Die Ermittlung der technischen Ursachen werde fortgesetzt.

Im vergangenen April schilderten die beiden Astronauten in einem auffällig emotionalen Interview mit dem US-Magazin „Ars Technica“, wie ernst die Situation zeitweise war.

Nach einem Temperaturabfall in der Kapsel auf unter 10 Grad seien vier der 28 Triebwerke zur Lagesteuerung im All ausgefallen. Trotz der Risiken habe man sich für ein Andockmanöver an die ISS entschieden, weil ein Rückflug als nicht sicher genug eingeschätzt worden sei.

Erst als zwei der vier ausgefallenen Triebwerke nach Neustarts reaktiviert werden konnten, sei Wilmore schließlich das manuelle Andocken an die Raumstation gelungen, erzählte er. Zeitweise habe sogar die Missionskontrolle in die Steuerung der Raumkapsel eingreifen müssen, um das Raumschiff während des riskanten Andockmanövers zu stabilisieren.

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