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Panorama

Barbetreiberin äußert sich zu Schuldfrage

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Barbetreiberin äußert sich zu Schuldfrage
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Feuerkatastrophe in der Schweiz

Crans-Montana: Barbetreiberin äußert sich zur Schuldfrage


22.01.2026 – 18:05 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Die Betreiber der Bar „Le Constellation“: Jessica M. wurde erneut von der Staatsanwaltschaft Wallis vernommen. (Quelle: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa/dpa-bilder)

Knapp drei Wochen nach dem verheerenden Feuer in Crans-Montana wird die Betreiberin vernommen. Sie findet deutliche Worte.

Jessica M., die Betreiberin der Schweizer Bar „Le Constellation“, in der an Silvester ein verheerendes Feuer ausgebrochen war, hat in einer mehr als zehnstündigen Vernehmung mit der Staatsanwaltschaft am Dienstag jegliche Verantwortung für die Katastrophe von sich gewiesen. Stattdessen seien Mitarbeiter schuld an dem Brand im Skiort Crans-Montana, bei dem 40 Menschen ums Leben kamen und 116 schwer verletzt wurden. Das berichtet die italienische Zeitung „Corriere della Sera“.

Laut M. sei es „eine Initiative der Jungs“ gewesen, die Kellnerinnen auf die Schulter zu nehmen, die anschließend die Champagnerflaschen samt Wunderkerzen in die Bar brachten. Weder sie noch ihr Mann Jacques hätten sie dazu angewiesen. Gleichzeitig habe die Betreiberin betont, ihre Mitarbeiterinnen angehalten zu haben, die Kerzen schräg zu halten.

Auf die Frage, warum M. dazu geraten habe, habe die Barbetreiberin entgegnet, sie sei „sehr vorsichtig“, zitiert die italienische Zeitung die Frau.

Dass die Schaumstoffpaneele an der Decke der Bar leicht entflammbar seien, habe Jessica M. nicht gewusst, hieß es weiter. „Ich erinnere mich gut, als mein Mann diese Paneele gekauft hat und mir sagte, sie seien vorschriftsmäßig“, so M.

Auch weitere Vorwürfe soll die Betreiberin der Bar abgewiesen haben. Dazu zählt die Anschuldigung, dass sie inmitten des Chaos weggerannt sein soll und dabei sogar die Kasse mitgenommen haben soll. Zwar sei sie hinausgerannt, so M., doch nur, um die Feuerwehr zu rufen. Die Kasse habe sie dabei nicht mitgenommen.

Daneben stimme auch der Vorwurf nicht, dass sie Videos, die sie am Abend aufgenommen habe, gelöscht haben soll, bevor ihr Handy beschlagnahmt wurde. Die Ermittler hatten hier Zweifel, nachdem M. in ihrer ersten Vernehmung gesagt hatte, dass sie kurz vor und während des Feuers keine Videos gemacht habe. Allerdings zeigten Videos in den sozialen Netzwerken, wie die Betreiberin die Kellnerin, die die Champagnerflasche hineintrug, filmte.

Ob auf den Videos wirklich M. zu sehen ist, wird derzeit von der Staatsanwaltschaft überprüft.

Die Bar „Le Constellation“ wurde zuletzt 2019 von den Behörden kontrolliert. Bereits damals sollen Sicherheitsbeauftragte den Brandschutz bemängelt haben. Zwar soll danach eine Frist gesetzt worden sein, um Mängel zu beheben, allerdings verstrich diese ergebnislos.

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