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Panorama

Kronenkranich als „Botschafter für Artenvielfalt“

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Januar 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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Kronenkranich als „Botschafter für Artenvielfalt“
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„Botschafter für Artenvielfalt“

Kronenkranich als „Zootier des Jahres“ gekürt


Aktualisiert am 22.01.2026 – 02:55 UhrLesedauer: 3 Min.

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Kronenkranich – Zootier des Jahres 2026: Symbol für Glück und Wohlstand in Afrika, doch in der Wildnis stark bedroht. (Quelle: Ian Turner)

In Afrika gilt er als Glücksbringer, doch das Überleben seiner Art ist stark bedroht – eine neue Kampagne setzt ein Zeichen für den Schutz des Kronenkranichs.

Mit seiner goldenen Federkrone und der eindrucksvollen Balz zählt der Kronenkranich zu den charismatischsten Vogelarten Afrikas. In Uganda ziert er als Wappentier sogar die Nationalflagge. In Ruanda und Burundi steht er für Wohlstand und Glück – und gilt obendrein als talentierter Heuschreckenjäger, der Ernteverluste verhindern kann.

Jetzt wurde der Vogel von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) zum „Zootier des Jahres 2026“ gekürt. Die Kampagne will darauf aufmerksam machen, dass der Bestand der Vogelart in freier Wildbahn zunehmend schrumpft.

„Die Kraniche sind durch den Verlust von Lebensraum und den verstärkten Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft bedroht“, sagte Projektkoordinatorin Viktoria Michel am Montag bei der Vorstellung der diesjährigen Kampagne im Zoo Dresden.

Die Bestände des Kronenkranichs, von dem es zwei verschiedene Arten mit mehreren Unterarten gibt, seien allein in Ostafrika binnen der vergangenen 40 Jahre um 80 Prozent zurückgegangen. Heute gebe es schätzungsweise noch weniger als 100.000 Tiere in den Feuchtgebieten und kleinbäuerlichen Kulturlandschaften im mittleren und südlichen Afrika, so Michel.

Zur Vorstellung der Kampagne im Zoo Dresden betonte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer als Schirmherr, der Kronenkranich sei „ein Glücksbote und sensibler Gradmesser für den Zustand unserer Natur“. Der Schutz dieser Tierart sei nicht nur eine Frage der Verantwortung, sondern auch der internationalen Zusammenarbeit.

Die Ursachen für den Rückgang der Vogelart sind vielfältig: Die Zerstörung von Feuchtgebieten durch Landwirtschaft, Siedlungen und chemische Pestizide rauben den Kranichen zunehmend ihren Lebensraum. Immer häufiger kollidieren die Tiere mit Stromleitungen, werden illegal gefangen und gehandelt oder direkt bejagt – sei es als vermeintliche Delikatesse oder zur Haltung in Haus- und Hotelgärten. Selbst vor dem Einsatz als lebende Dekoration schrecken manche Menschen nicht zurück.

Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, sollen die Spendengelder der Kampagne in konkrete Schutzmaßnahmen in Kenia, Tansania und Burundi fließen. Projektteams vor Ort erhalten demnach Fahrzeuge, Ausrüstung und Unterstützung durch freiwillige Helfer, um abgelegene Gebiete zu erreichen und gezielt eingreifen zu können. Gleichzeitig sollen Bildungsprogramme, Schulungen in nachhaltiger Landwirtschaft und die Pflanzung neuer Nist- und Schlafbäume die Lebensbedingungen der Vögel langfristig verbessern. Zentrale Bedeutung soll dabei nach Angaben der Veranstalter der Kampagne die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung sein – denn nur gemeinsam lasse sich der Schutz der Kronenkraniche dauerhaft verankern, so die Initiatoren.

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