„Habe seinen Knochen gesehen“
Horror-Verletzung bei italienischem Wintersportler
19.01.2026 – 11:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Kurz vor den Olympischen Winterspielen zieht sich der Shorttrack-Profi Lorenzo Previtali eine heftige Verletzung zu. Es gibt dennoch Entwarnung.
Ein dramatischer Unfall hat das Halbfinale über 1500 Meter bei der Shorttrack-EM im niederländischen Tilburg überschattet. Der Italiener Lorenzo Previtali verlor das Gleichgewicht, rutschte in die Bande – und wurde von der Kufe eines anderen Läufers am rechten Bein getroffen. Die Verletzung war so schwer, dass umgehend medizinisch eingegriffen werden musste.
„Wir wussten sofort, dass es etwas Ernstes ist. Ich habe seinen Knochen gesehen“, sagte sein Trainer Kenan Gouadec der niederländischen Zeitung „De Telegraaf“. Aus der offenen Wunde strömte Blut, Previtali wurde auf einer Trage vom Eis gebracht.
Gouadec schilderte die Situation weiter: „Ich habe mindestens einen Zentimeter tief in sein Bein geschaut und den Knochen gesehen. Daraufhin habe ich sofort einen Notarzt gerufen, und er wurde umgehend genäht. Die Fleischwunde war mindestens zehn Zentimeter lang.“
Fotos zeigen Previtali mit schmerzverzerrtem Gesicht. Sein Rennanzug wurde am rechten Schienbein aufgeschlitzt. Auch der Pole Michal Niewinski, der in den Unfall verwickelt war, saß nach dem Sturz in der Bande.
Trotz der üblen Bilder gibt es Entwarnung beim Wintersportler: Ein Knochenbruch wurde nicht festgestellt. „Es hätte viel schlimmer kommen können. Gut, dass er einen hochwertigen Schienbeinschoner trug, denn der Schlittschuh durchbohrte ihn sogar“, sagte Gouadec.
Für die Olympischen Spiele im Februar in Mailand besteht daher offenbar keine Gefahr. Dort werden im Shorttrack neun Medaillen vergeben. „Er ist so kurz vor den Winterspielen ziemlich nervös, aber das Schlimmste ist überstanden. Er muss sich die nächsten Tage ausruhen und dann vorsichtig wieder ins Training einsteigen. Stand jetzt wird ihn das nicht die Teilnahme an den Spielen kosten“, erklärte Gouadec.
