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Sport

Block-Anwalt Ingo Bott ordnet Fall aus Hamburg ein

wochentlich.deBy wochentlich.de14 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Block-Anwalt Ingo Bott ordnet Fall aus Hamburg ein
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Plötzliches Aus beim HSV

Block-Anwalt über Fall Kuntz: „Gibt nur Verlierer“

14.01.2026 – 17:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Stefan Kuntz (Archivbild): Der 63-Jährige war bis zum 2. Januar 2026 Sportvorstand des HSV. (Quelle: IMAGO/osnapix/Marcus Hirnschal)

Block-Anwalt Ingo Bott fordert eine besonnene Aufarbeitung der Vorwürfe gegen Stefan Kuntz. Der HSV müsse Transparenz mit dem Schutz der Beteiligten in Einklang bringen.

Nun äußeret sich der aus dem Prozess gegen Christina Block bekannte Strafrechtler Ingo Bott im „kicker“-Interview zu dem Fall – und mahnte zu einer sachlichen Aufarbeitung.

Bott bezeichnete die Kommunikation des Vereins als unglücklich. „Vorgeschobene Gründe sind generell keine gute Idee“, sagte er. Gleichzeitig warnte der Jurist davor, rückblickend vorschnell Urteile zu fällen. Solche Prozesse seien komplex und würden „vorwärts erlebt und rückwärts verstanden“. Wenn – wie vom Aufsichtsrat erklärt – betroffene Personen ausdrücklich um Diskretion gebeten hätten, müsse ein Klub Rücksicht nehmen.

Der Strafrechtler sprach sich zudem für eindeutige interne Verfahren bei Hinweisen auf Fehlverhalten aus. Wer eine Meldung abgebe, befinde sich „selten in einer angenehmen Situation“. Deshalb sei wichtig, dass klar sei, „wer sich wann wegen was an wen richten kann“. Viele Vereine orientierten sich laut Bott am Hinweisgeberschutzgesetz und nutzten Ombudsstellen, die auch anonyme Meldungen ermöglichten.

Spekulationen über mögliche Vertragsklauseln oder ein finanzielles Interesse an einer vorzeitigen Trennung von Kuntz nannte Bott „unangemessen“. Es sei „absurd und abwegig“, anzunehmen, ein Verein würde einen Skandal provozieren, um daraus Vorteile zu ziehen. „In der aktuellen Lage gibt es ausschließlich Verlierer“, sagte er.

Besonders nachdrücklich sprach Bott über die Folgen des öffentlichen Wirbels für mögliche Betroffene. „Wendet sich jemand mit einem Hinweis zu einem möglicherweise falschen Verhalten eines anderen an eine Stelle im Verein statt an die Öffentlichkeit, spricht viel dafür, dass diese Öffentlichkeit gerade nicht gesucht wird“, sagte er.

Umso tragischer sei es, wenn jemand, „die oder der möglicherweise einen Übergriff erlebt hat, durch Spekulationen im Kleinen und Sensationsfieber im Großen für einen eigenen beherzten Schritt stigmatisiert wird und geradezu büßen muss“. Das gelte, sagte Bott weiter, ebenso für Personen, denen ein Vorwurf gemacht werde, „der gar nicht zutrifft“.

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