
1. FC Köln
In der Kritik: Kwasniok wird nach Vorwürfen emotional
13.01.2026 – 15:34 UhrLesedauer: 3 Min.
Lukas Kwasniok hat sich am Dienstag zu den Vorwürfen gegen seine Person geäußert. Sportdirektor Thomas Kessler nimmt den Trainer des 1. FC Köln in Schutz.
Klare Kante von Lukas Kwasniok vor dem Heimspiel des 1. FC Köln gegen den FC Bayern München: Nach der Fan-Kritik und den Gerüchten um ein schlechtes Verhältnis des Trainers zu seiner Mannschaft ist der 44-Jährige am Dienstag in die Offensive gegangen. Kwasniok sprach auf der Pressekonferenz vor dem Bayern-Kracher offen über die vergangenen Tage.
„Unmittelbar nach dem Spiel nimmst du das erst mal ein bisschen emotionaler auf“, gestand Kwasniok. „Dann vergehen ein paar Stunden, und dann ist es wichtig, die Dinge ruhig einzuordnen.“ Der Verein habe die Gespräche mit der Ultra-Szene übernommen, er selbst habe mit seinem Trainerteam den Kontakt zu den Spielern gesucht. „Wir hatten mit dem Mannschaftsrat ein Gespräch zu Themen wie dem vermeintlich gestrichenen Teamabend.“
Aus dem Trainingslager war das Gerücht durchgesickert, Kwasniok habe einen Abend für die Spieler untersagt. Das verneinte der 44-Jährige. Es habe sehr wohl einen Teamabend gegeben – nur mit einer zeitlichen Einschränkung. „Ich bin 19 Jahre Trainer und ich bin einer, der Teamabende zur Pflicht ausruft“, sagte Kwasniok. Dass er den Abend per se verboten habe, sei „Kokolores“. Einzig habe er seinen Spieler einen Zapfenstreich genannt.
„Was ich gesagt habe, war: Es wäre gut, wenn ihr nicht um halb drei zurückkommt und sich mir einer über meine Schuhe erbricht“, berichtete Kwasniok mit einem Schmunzeln. Die Spieler seien ausgegangen und zwischen halb zwölf und zwölf wieder ins Mannschaftshotel zurückgekehrt. So sei am Ende das Gespräch mit dem Mannschaftsrat positiv verlaufen. Zum Mannschaftsrat gehören Kapitän Marvin Schwäbe, Vizekapitän Ron-Robert Zieler, Eigengewächs Jan Thielmann und Neuzugang Marius Bülter.
Überhaupt war es Kwasniok zu betonen, dass sein Verhältnis zu den Spielern weiterhin intakt sei. Als Beleg dafür führte er die in Sachen Intensität und Engagement weiterhin guten Leistungen seiner Mannschaft an. Dass fußballerisch einiges nicht funktioniert habe, sei richtig. „Aber die vergangenen Wochen und Monate haben gezeigt, dass wir immer alles geben. Es steht immer eine Einheit auf dem Platz. Deshalb wäre ich in Bezug auf diese Thematik, dass die Mannschaft unzufrieden sei, ein bisschen vorsichtig.“
Dann wurde Kwasniok noch einmal emotional und machte klar: „Wenn man die Mannschaft spielen sieht, haut sie alles raus. Die haben das Herz am richtigen Fleck und ich lasse in keinster Form irgendwas auf die Jungs kommen. Ich unterhalte mich jeden Tag mit denen. Ein Top-Team!“ Und weiter: „Ich bin unheimlich gerne Trainer dieser Mannschaft und dieses Vereins.“












