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You are at:Home»Sport»Stefan Effenberg kritisiert Thomas Tuchel nach Leverkusen-Pleite
Sport

Stefan Effenberg kritisiert Thomas Tuchel nach Leverkusen-Pleite

wochentlich.deBy wochentlich.de11 Februar 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Stefan Effenberg kritisiert Thomas Tuchel nach Leverkusen-Pleite
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Der FC Bayern hat bei seiner Pleite gegen Leverkusen eine schwache Leistung gezeigt – nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz. Im Fokus: Thomas Tuchel.

Der deutliche 3:0-Sieg der Leverkusener über den FC Bayern beschäftigt auch einen Tag später die Sportwelt. Auch im Fußball-Talk „Doppelpass“ bei Sport1 war der Kracher ein Thema. Eine große Rolle spielte dabei die überraschende Aufstellung von Bayern-Trainer Thomas Tuchel: Er spielte mit einer Dreierkette.

t-online-Kolumnist und „Dopa“-Experte Stefan Effenberg sagte dazu: „Das wurde so noch nicht gespielt in der Saison, das war für mich unverständlich. Bayern ist ein Verein, der seit Jahren in einer Viererkette spielt. Sie geben das Spiel vor, wenn du jetzt durch würfelst, dann siehst du das unwohle Gefühl der Spieler.“

Auch andere Gäste der Show wie Holger Schmidt von der Deutschen Presse-Agentur stimmten Effenberg zu. Der FC Bayern sei die Mannschaft, die ein Spiel vorgebe, alle anderen würden sich danach richten. Kommunikationsberater und Mentaltrainer Kai Traemann schlug in eine ähnliche Kerbe: Mit seiner Dreierkette habe sich Tuchel an der Elf von Leverkusen-Trainer Xabi Alonso angepasst und sich so „angreifbar“ gemacht.

Sind alle im Kader gleichberechtigt?

So rückt Tuchel in den Vordergrund. Der Trainer gab nach der Pleite frustrierte Interviews, dabei wünscht sich Effenberg etwas ganz anderes: „Es wäre nicht verkehrt, auch mal einen Fehler einzugestehen. Das Spiel gestern war so entscheidend für den Kopf. Dann siehst du Bayern, die alles vermissen lassen.“ Traemann legt gegen Tuchel nach: „Das ist, was ihm fehlt: eine mentale Souveränität. Das wird A dem FC Bayern nicht gerecht und B, das wird dem FC Bayern nicht gefallen.“

Laut Effenberg hätte es vor allem eine Personalie auf dem Platz gebraucht: Thomas Müller. Der Routinier sei „eine zentrale Figur in München – und die musst du ganz klar spielen. Oder Joshua Kimmich. Der ist im Leistungstief, aber eine zentrale Figur.“ Doch Tuchel entschied sich gegen die beiden „und das sind die Hauptgründe dafür, warum sie völlig verdient verloren haben.“

Kurz vor dem ersten Gegentor in der 18. Minute durch Bayern-Leihgabe Josip Stanišić zeigten die TV-Bilder, wie Leroy Sané und Dayot Upamecano diskutierten. Die Runde im „Doppelpass“ ist der Meinung: Es fehlt eine Führungsperson. Laut Traemann wirkt es sogar so, als ob im Kader alle gleichberechtigt sind.

Für Effenberg ist klar: „Hätte Kimmich gespielt, hätte er die Situation gelöst.“ Dann erklärte er, wie er selbst in dem Moment reagiert hätte: „Ich hätte so einen dicken Hals, ich hätte die Jungs gepackt.“ Und genau solche Typen fehlten dem Verein. „Du hast die Jungs nicht, du hast auch einen Uli Hoeneß nicht mehr. Die Spieler, an denen man sich hält, gibt es nicht“, so Effenberg weiter.

„Die Endabrechnung gibt es im Mai“

Ob Bayern ohne klare Führungsspieler am Saisonende die Meisterschale doch noch in der Hand hält? Aktuell steht der deutsche Rekordmeister „nur“ auf dem zweiten Platz der Bundesliga. Mit fünf Punkten Vorsprung führt Bayer Leverkusen die Tabelle an. Effenbergs t-online-These dazu lautet: „Die Meisterschaft ist zwar noch nicht entschieden. Sie muss jetzt aber das ganz klare und auch so ausgesprochene Ziel von Leverkusen sein.“

Auch Bayers Geschäftsführer Simon Rolfes war in der Sendung zu Gast und bekundete: „Die klare Ansage ist, dass wir das nächste Spiel gewinnen wollen. Es ist ein Teil des Erfolgsgeheimnisses. Wir wollen es in kleinen Blöcken machen – und so machen wir weiter (…). Die Endabrechnung gibt es im Mai, nicht vorher.“

Die Ausgangslage passt zumindest, findet auch Effenberg. „Wenn sie so weiterspielen, holen sie die Meisterschaft auf jeden Fall. Sie haben völlig verdient gewonnen gegen Bayern München. Wenn sie es wirklich schaffen, das Niveau zu halten, dann hat Leverkusen es auch verdient“, so der Experte weiter.

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