
In Deutschland gibt es mehr als 60.000 Laienchöre, die regelmäßig singen. Doch die Bezeichnung „Amateur“ kann irreführend sein: Manche nicht-professionellen Ensembles unterscheiden sich in ihrer Qualität kaum von Profi-Ensembles. Sie sind ein wichtiger Teil der deutschen Musikszene und erreichen teilweise ein großes Publikum. Darüber hinaus ist die von deutschen Laienchören gesungene Chormusik seit 2014 sogar von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt.
Die Liste professioneller Ensembles ist lang – und sie haben beachtliche Erfolge vorzuweisen. Der Rundfunkchor Berlin tritt regelmäßig in Großstädten wie New York, Tokio und London auf. Auch in Filmen waren deutsche Chöre zu sehen. So steuerte der Kinderchor der Dresdner Philharmonie seinen unverwechselbaren Klang zur Filmmusik des Oscar-prämierten Films „Der Vorleser“ bei. Deutsche Chöre haben auch Bühnenmusik für Fernsehserien wie Babylon Berlin aufgenommen. Mittlerweile prägen traditionelle Knabenchöre weiterhin die Musiklandschaft Deutschlands – etwa der Thomanerchor Leipzig, der bereits seit dem 13. Jahrhundert besteht, oder die Regensburger Domspatzen, deren Wurzeln bis ins 10. Jahrhundert zurückreichen.










