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Politik

CSU setzt auf Rückkehr der Atomkraft in Deutschland

wochentlich.deBy wochentlich.de1 Januar 2026Keine Kommentare3 Mins Read
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CSU setzt auf Rückkehr der Atomkraft in Deutschland
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Winterklausur in Kloster Seeon

CSU setzt auf Rückkehr der Atomkraft in Deutschland

Aktualisiert am 01.01.2026 – 04:00 UhrLesedauer: 3 Min.

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Seit dem Ausstieg aus der Kernenergie 2023 machen Atommeiler in Deutschland meist durch Sprengungen auf sich aufmerksam. Die CSU will die Technologie nun aber wieder ins Land zurückholen – mit modernen Mini-Atommeilern. (Symbolbild) (Quelle: Sven Hoppe/dpa/dpa-bilder)

Am 6. Januar startet in Kloster Seeon für die CSU das politische Jahr. Erwartet wird in Oberbayern auch Kanzler Merz. Auf der Agenda findet sich zudem ein Thema, welches das Land schon lange spaltet.

Zur Sicherstellung der Energieversorgung setzt die CSU im Bundestag trotz Atomausstiegs auf eine Rückkehr der Kernenergie in Deutschland und den Bau von Mini-Kernkraftwerken. Konkret fordern die Christsozialen die Erforschung und den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft für die Kernenergie. „Wir wollen den Turnaround bei der Kernforschung schaffen. Unser Land kann es sich nicht leisten, neue Technologien zu verschlafen“, heißt es im Entwurf eines Positionspapiers, das bei der Klausur der CSU-Abgeordneten im oberbayerischen Kloster Seeon beschlossen werden soll.

Die Winterklausurtagung findet vom 6. bis 8. Januar statt – erstmals unter der Leitung von Landesgruppenchef Alexander Hoffmann. Als Gäste erwartet werden unter anderem der litauische Präsident Gitanas Nauseda und Kanzler Friedrich Merz (CDU). Wie jedes Jahr kommt auch CSU-Chef Markus Söder.

„Wir wollen nicht zurück zur Kernkraft der 70er Jahre, sondern nach vorn zur Kernkraft der nächsten Generation: klimaneutral, sicher und möglichst ohne radioaktive Abfälle“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur in München.

Deutschland sei jahrzehntelang führend in der Kernforschung gewesen und drohe nun abgehängt zu werden. „Wo, wenn nicht bei uns, kann eine echte Kreislaufwirtschaft für die Kernenergie entwickelt werden – mit dem Ziel der vollständigen Wiederaufbereitung, um am Ende ganz ohne Atommüll auszukommen“, betonte Herrmann. „Das gelingt aber nur mit starker Forschung und echter Anwendung hier bei uns in Deutschland.“

Ziel der neuen deutschen Atomforschung müsse es sein, „vom Nachzügler wieder zum Vorreiter“ zu werden, heißt es im Papier. Die Kernenergie müsse bei der deutschen Stromversorgung wieder eine größere Rolle einnehmen – gerade auch mit Blick auf die Klimaziele und die Versorgungssicherheit. Atomstrom ist klimafreundlich, günstig und grundlastfähig.

Weiter: „Wir setzen auf Forschung zu Kernenergie der vierten und fünften Generation und auf den Bau von kleineren Atomreaktoren (Small Modular Reactors).“ Die Energiepreise sollten langfristig durch günstige Erzeugung in Deutschland und nicht durch teure Importe oder Subventionen gesenkt werden. „Daher wollen wir diese kleineren Atomreaktoren für kostengünstige Energiegewinnung für Deutschland einführen.“

Derartige Forderungen nach einer Renaissance der Kernkraft sind aus der CSU nicht generell neu – Parteichef Söder hatte sich bereits mehrfach für Mini-Atommeiler nach kanadischem Vorbild ausgesprochen. Eine Anfrage der Grünen ergab aber, dass es dort mit dem „McMaster Nuclear Reactor“ (MNR) an der McMasterUniversity keinen modernen Meiler, dafür aber einen 66 Jahre alten Forschungsreaktor gibt. Bei den Koalitionsverhandlungen mit SPD und CDU hatte sich die CSU nicht mit ihren Atom-Plänen durchsetzen können.

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