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Gesundheit

Grippe-Impfung schützt trotz neuer Virusvariante überraschend gut in Europa

wochentlich.deBy wochentlich.de30 Dezember 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Grippe-Impfung schützt trotz neuer Virusvariante überraschend gut in Europa
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Erste Daten aus Europa überraschen

So gut schützt die Grippeimpfung in diesem Winter


30.12.2025 – 11:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Imfung gegen Influenza: Sie reduziert das Risiko deutlich, an Grippe zu erkranken. (Quelle: andreswd/getty-images-bilder)

Die Grippewelle hat auf der Nordhalbkugel ungewöhnlich früh begonnen und bringt eine Virusvariante mit, die bisher kaum bekannt war. Neue Daten zeigen nun, wie wirksam die Impfung ist.

Schon in den ersten Wochen der Grippesaison zeichnet sich ab, dass sich vor allem eine neue Variante des Influenza-A(H3N2)-Virus durchsetzt. Diese sogenannte Subklade K unterscheidet sich deutlich von den Virusstämmen im aktuellen Grippeimpfstoff. Entsprechend groß war die Sorge, dass der Impfstoff in diesem Winter kaum wirken könnte.

Doch eine erste Analyse der Europäischen Gesundheitsbehörde ECDC gibt nun vorsichtig Entwarnung. Demnach liegt die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen alle Influenza-Typen bei 44 Prozent – und damit im erwartbaren Bereich.

Die Daten stammen aus dem Netzwerk „Influenza Monitoring of Vaccine Effectiveness“ (I-MOVE), das seit Jahren die saisonale Impfstoffwirkung untersucht. Zwischen Kalenderwoche 41 und 49 wurden dafür 866 Influenza-Fälle und die Daten von 4.165 Testpersonen ohne Influenza aus verschiedenen europäischen Ländern ausgewertet.

Das Ergebnis: Nahezu alle Erkrankungen wurden durch Influenza-A-Viren ausgelöst, vor allem durch H3N2 (75 Prozent), gefolgt von H1N1 (25 Prozent). Influenza-B spielte bislang kaum eine Rolle. Die Mehrheit der Betroffenen war jünger als 65 Jahre, mehr als die Hälfte sogar unter 18.

Trotz der genetischen Abweichungen zwischen Impfstoff und zirkulierendem Virus zeigte sich bei H3N2 eine Wirksamkeit von 52 Prozent. Das bedeutet: Geimpfte Personen hatten im Vergleich zu ungeimpften etwa halb so häufig eine H3N2-Erkrankung. Gegen H1N1 lag die Schutzwirkung mit nur 16 Prozent deutlich niedriger. Aufgrund der geringen Fallzahlen ist diese Schätzung allerdings sehr ungenau.

Für Influenza-B konnten die Forscher keine Aussage zur Wirksamkeit treffen. Auch hier fehlen bislang ausreichende Fallzahlen.

Auffällig ist: Vor allem Kinder und Jugendliche zwischen 0 und 17 Jahren profitierten stark von der Impfung. Für sie lag die Wirksamkeit gegen H3N2 bei 52 Prozent. In der Altersgruppe von 18 bis 64 Jahren lag sie mit 57 Prozent sogar noch etwas höher. Für Menschen ab 65 Jahren war keine belastbare Aussage möglich, da nicht genug Daten vorlagen.

Das ECDC betont jedoch, dass es sich um vorläufige Ergebnisse handelt. Im weiteren Verlauf der Saison könnten sich die Zahlen je nach Verlauf der Virusausbreitung noch ändern.

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