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Politik

Schneider will Tempo bei Atommüll-Endlagersuche

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Dezember 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Schneider will Tempo bei Atommüll-Endlagersuche
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Umweltminister

Schneider will Tempo bei Atommüll-Endlagersuche

Aktualisiert am 22.12.2025 – 04:15 UhrLesedauer: 2 Min.

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Als Umweltminister ist Carsten Schneider auch für den deutschen Atommüll zuständig – und will die Suche nach einer dauerhaften Lagerstätte nun schneller machen. (Quelle: Annette Riedl/dpa/dpa-bilder)

Noch lagert radioaktiver Müll in sechzehn Zwischenlagern. Das alles soll schneller seinen Weg in ein dauerhaftes Lager finden, sagt Umweltminister Schneider. Und er verrät, wie das gehen könnte.

Bundesumweltminister Carsten Schneider will die Suche nach einem Endlager für den deutschen Atommüll deutlich beschleunigen. „Wir sind jetzt im Jahr 2025, und ich hätte schon ganz gern, dass wir 2050 wieder anpeilen“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Es solle „so schnell wie möglich“ gehen.

Im August vergangenen Jahres war das Freiburger Öko-Institut in einem Gutachten zu dem Ergebnis gekommen, dass die Suche unter idealen Bedingungen bis zum Jahr 2074 dauern könnte. Auftraggeber war das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE).

Das Bundesumweltministerium unter der damaligen Führung der Grünen-Politikerin Steffi Lemke hatte in Reaktion auf die Studie erklärt, man gehe davon aus, dass ein Endlager bis 2050 gefunden werden könne. Einst war sogar das Jahr 2031 angepeilt worden.

„Das ist nicht vertretbar, dass die übernächste Generation quasi erst dann mit der Einlagerung beginnt“, sagte Schneider. Er selbst werde dann sehr wahrscheinlich gar nicht mehr leben. „Diese Beschleunigungsoption werde ich ziehen. Ich hoffe, dass mir das Parlament dann auch folgt.“ Die Suche koste auch „wahnsinnig viel Geld“, es gehe um Milliarden. Die aktuelle Suche läuft seit 2017.

Deutschland hat seine letzten Atomreaktoren zwar im April 2023 abgeschaltet. Doch noch muss ein Lager für rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktiven Atommüll gefunden werden, der in mehr als 60 Jahren Atomkraft angefallen ist. Der Standort soll Sicherheit für eine Million Jahre bieten.

Derzeit lagert der Müll in sechzehn oberirdischen Zwischenlagern in verschiedenen Bundesländern. Diese Lager seien nicht als Endlager gedacht, trotzdem müssten die Menschen dort derzeit damit leben, erklärte Schneider. „Das möchte ich einfach verkürzen und zu einem ganz sicheren wirklichen Endlager da noch kommen.“

Eine Möglichkeit zur Beschleunigung sei, auf Probebergwerke zu verzichten, sagte Schneider. Das hat auch die Vorsitzende der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE), Iris Graffunder, ins Spiel gebracht. Man würde dann von der Oberfläche aus den Untergrund prüfen, was mit heutigen Methoden gut möglich sei.

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