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Finanzen

RTL Deutschland streicht rund 600 Stellen im Konzern

wochentlich.deBy wochentlich.de2 Dezember 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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RTL Deutschland streicht rund 600 Stellen im Konzern
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Entlassungen bestätigt

RTL Deutschland streicht rund 600 Stellen im Konzern

Aktualisiert am 02.12.2025 – 10:08 UhrLesedauer: 3 Min.

Der Wandel im Medienmarkt setzt RTL Deutschland zu. Nun reagiert das Unternehmen mit Stellenstreichungen.

Die 600 betroffenen Stellen umfassen RTL Deutschland zufolge sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte. Der Umbau solle sozialverträglich umgesetzt werden. „So sozialverträglich, wertschätzend und transparent, wie es in einer so schwierigen Situation möglich ist“, ergänzte Schmitter. Gemeinsam mit den Betriebsräten sei ein spezielles Abfindungsprogramm entwickelt, um betroffene Beschäftigte zu unterstützen.

„Der Sozialplan, den wir mit dem Betriebsrat verhandelt haben, soll betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermeiden“, sagte Schmitter. Betroffene Beschäftigte sollen stattdessen über Altersteilzeit, Abfindungen oder andere Unterstützungsangebote entlastet werden.

Hintergrund sind unter anderem die anhaltende Rezession und die schwachen TV-Werbemärkte. Seit 2019 sind RTL zufolge die linearen TV-Werbeumsätze in Deutschland um mehr als 20 Prozent gesunken. Gleichzeitig habe der Konzern massiv in den Ausbau des Streamingdienstes RTL+ investiert, dessen Abonnentenzahl auf über 6,6 Millionen gestiegen ist. Mit weiter dynamischem Wachstum in allen Kennzahlen – Umsatz, zahlende Abonnenten, Nutzungsdauer – sei RTL+ auf Kurs, im Geschäftsjahr 2026 profitabel zu werden, teilte das Unternehmen mit. „Diese Gesamtsituation macht es zwingend notwendig, dass wir uns jetzt strukturell neu aufstellen“, sagte Schmitter.

Gleichzeitig richtet sich RTL stärker auf das Streaminggeschäft aus. „Durch die Maßnahmen werden wir einen hohen, zweistelligen Millionenbetrag in den Personalkosten einsparen“, sagte Schmitter. „Aber viel wichtiger wird es sein, die Organisation konsequent auf die großen Veränderungen im Medienmarkt auszurichten und auf den Wettbewerb mit den US-amerikanischen Streamingdiensten zu fokussieren.“

Für Zuschauerinnen und Zuschauer bedeutet der Umbau keine unmittelbaren Einschnitte beim linearen Programm. „Wir senden nach wie vor 24 Stunden rund um die Uhr und wollen unsere marktführenden Positionen bei den 14–49-Jährigen und den 14-59-Jährigen entsprechend verteidigen“, sagte Schmitter. Zugleich kündigte er an, dass die Programmbudgets zunehmend vom linearen TV in hochwertige Streaming-Inhalte verschoben werden. „Wir planen weiter jedes Jahr über eine Milliarde in unsere Inhalte zu investieren, die Budgets aber zu Gunsten hochwertiger Streaming-Inhalte umzuverteilen.“

Zudem solle geschaut werden, ob Content-Teams zusammengelegt werden können, um Inhalte für RTL+ effizienter zu produzieren. „Zurzeit sind einzelne Content-Teams für den jeweiligen Inhalt auf einem TV-Kanal verantwortlich. Diese Teams werden wir zusammenlegen, damit sie dann gemeinsam den besten Inhalt für RTL+ in jedem Genre produzieren“, erläuterte Schmitter. „Wir lösen die aktuelle Kanallogik auf, denn beim Streaming schaut jeder, wo er will, was er will und wann er will.“

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