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Gesundheit

Ab 50 Jahren beschleunigt sich Altern des Körpers

wochentlich.deBy wochentlich.de23 November 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Ab 50 Jahren beschleunigt sich Altern des Körpers
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Biologischer Wendepunkt

Ab diesem Alter altern die Menschen


Aktualisiert am 23.11.2025 – 09:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Alte und junge Frau: Wann beginnt das Altern? (Quelle: Adene Sanchez/getty-images-bilder)

Wann werden wir alt? Diese Frage bewegt viele Menschen. Forscher haben nun eine erweiterte Antwort gefunden.

Ein Team von Wissenschaftlern in China untersuchte Gewebeproben von 76 Menschen im Alter von 14 bis 68 Jahren. Die Menschen waren durch einen Unfall gestorben. Die Proben stammten aus sieben Körpersystemen – darunter Herz, Leber, Lunge, Haut, Milz, Muskeln und Blutgefäße. Auch Blut wurde untersucht.

Die Analyse zeigte: Rund um das 50. Lebensjahr verändert sich die Zusammensetzung der Proteine in vielen Organen besonders stark. Die Forscher sprechen von einem biologischen Wendepunkt, ab dem der Alterungsprozess deutlich an Fahrt aufnimmt. Besonders betroffen war die Aorta – die größte Schlagader des Körpers. Auch in der Milz und der Bauchspeicheldrüse veränderte sich das Proteinmuster auffällig.

Zudem identifizierten die Wissenschaftler 48 Eiweiße, die mit typischen altersbedingten Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleber oder Gewebeverhärtungen in Verbindung stehen. Diese traten mit zunehmendem Alter häufiger auf.

Um herauszufinden, ob bestimmte Eiweiße tatsächlich das Altern beeinflussen, führten die Forscher einen Versuch mit Mäusen durch. Sie spritzten jungen Mäusen ein Protein, das in alten Blutgefäßen häufig vorkommt. Das Ergebnis: Die Mäuse waren weniger fit, hatten eine schwächere Griffkraft und schlechtere Koordination – alles typische Zeichen für ein höheres Alter.

Die Studie zeigt: Der Alterungsprozess verläuft nicht linear und betrifft nicht alle Organe gleichzeitig. Stattdessen altern Gewebe in Etappen – und manche deutlich früher als andere. Die Forscher sehen die Ursache unter anderem in einer zunehmenden Störung der sogenannten Proteostase – also dem Gleichgewicht beim Auf- und Abbau von Eiweißen im Körper. Vereinfacht gesagt: Im Alter hat der Körper zunehmend Schwierigkeiten, seine Eiweiße im Gleichgewicht zu halten („gestörte Proteostase“).

Die Ergebnisse passen zu früheren Studien, die bereits zwei Phasen des beschleunigten Alterns festgestellt hatten – rund um das 44. und das 60. Lebensjahr. Die neue Untersuchung deutet nun auf einen zusätzlichen Wendepunkt um das 50. Lebensjahr hin.

„Unsere Studie hilft dabei, ein genaueres Bild des Alterungsprozesses zu zeichnen“, schreiben die Autoren. Ziel sei es, besser zu verstehen, welche Organe wann besonders anfällig werden – und wie man gezielt gegensteuern kann.

Langfristig könnten solche Erkenntnisse helfen, neue Therapien gegen altersbedingte Krankheiten zu entwickeln – etwa durch Eingriffe in die Eiweißregulation der Zellen.

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