Flug musste notlanden
Hohe Haftstrafe für randalierenden Ryanair-Passagier
21.11.2025 – 11:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Acht Monate muss ein Mann hinter Gitter, weil er betrunken auf einem Flug randaliert und geprügelt hat. Außerdem muss er eine hohe Geldstrafe zahlen.
Ein portugiesischer Flugpassagier ist im spanischen Vigo zu acht Monaten Haft, einer Geldstrafe von 10.000 Euro sowie 15.308 Euro Schadenersatz verurteilt worden. Der Mann hatte im Dezember 2023 Passagiere an Bord eines Ryanair-Flugs von London nach Lissabon angegriffen und den Flugkapitän damit zu einer Notlandung in Vigo gezwungen.
Im Zuge der Urteilsfindung wog die Attacke auf einen Sicherheitsmann besonders schwer. Der Passagier hatte ihm nach der Landung in Vigo einen Kopfstoß versetzt und ins Gesicht geschlagen.
Wie spanische Medien berichten, war der 50 Jahre alte Passagier am 29. Dezember 2023 bereits beim Einstieg in das Flugzeug als stark alkoholisiert wahrgenommen worden. Augenzeugen auf dem mit 179 Personen (viele davon Kinder) und sechs Besatzungsmitgliedern besetzten Flug berichteten, dass der Mann sich „sehr, sehr gewalttätig benommen habe“. Auf dem Flug habe er Alkohol konsumiert, ständig gegen den Sitz vor ihm geschlagen und jegliche Anweisungen des Bordpersonals sowie des Kapitäns missachtet.
Bei der Notlandung in Vigo gegen 9.30 Uhr am Morgen hätten Sicherheitskräfte den Mann aus dem Flugzeug entfernt. Für die anderen Passagiere bedeutete die Umleitung eine um mehrere Stunden verlängerte Reise.
Ryanair begrüßte das Urteil. Unternehmenssprecher Marcel Pouchain Meyer sagte: „Es ist inakzeptabel, dass sich eine kleine Anzahl störender Passagiere auf unseren Flügen danebenbenimmt und Mitreisende verärgert. Wir begrüßen die Verurteilung dieses störenden Passagiers durch das spanische Gericht.“
Bereits vor einer Woche war im irischen Dublin ein Passagier der Billig-Airline zu einer dreimonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden. Er hatte im September 2022 auf einem Flug nach Teneriffa randaliert und um sich geschlagen. Weil der Mann sich schuldig bekannt hatte, fiel die Strafe eher mild aus.
Ryanair kündigte an: „Wir verfolgen eine strikte Null-Toleranz-Politik gegenüber Fehlverhalten von Passagieren und werden weiterhin Maßnahmen ergreifen, um störendes Verhalten an Bord zu bekämpfen – zum Wohle der Mehrheit der Passagiere, die Flüge nicht stören.“
