Der Langzeitblutzuckerwert wird auch HbA1c-Wert genannt. Er gibt an, wie hoch der Blutzucker einer Person in den vergangenen zwei bis drei Monaten durchschnittlich war.
Den Langzeitblutzuckerwert bestimmt der Arzt meist, wenn er einen konkreten Diabetesverdacht hat. Zusammen mit anderen Werten ist er ein wichtiger Hinweis auf die Diagnose.
Bei bereits diagnostiziertem Diabetes wird der Wert regelmäßig kontrolliert, um den Verlauf der Erkrankung zu beurteilen. Welcher Wert dann angestrebt wird, ist vom Alter und dem Gesundheitszustand der Person abhängig.
Der Gelegenheitsblutzuckerwert heißt so, weil er ohne besondere Vorbereitung ermittelt wird. Die Person muss also bei der Blutabnahme nicht nüchtern sein. Das bedeutet, dass die Werte stark schwanken können.
Daher gibt der Gelegenheitsblutzuckerwert nur dann Aufschluss über einen möglichen Diabetes, wenn er sehr hoch ist. Bei Werten ab 200 mg/dl (bzw. 11,1 mmol/l) wird der Arzt weitere Untersuchungen veranlassen.
Der sogenannte orale Glukosetoleranztest (kurz oGTT) kann unterstützend zum Einsatz kommen, um die Diagnose zu sichern. Er misst, wie gut Zucker aus dem Blut in die Zellen aufgenommen wird. Hohe Werte zeigen an, dass die Zuckeraufnahme gestört sein könnte, was ein Hinweis auf einen möglichen Diabetes ist.
Für den oGTT ist es wichtig, nüchtern zu sein. Der Arzt bestimmt zunächst den Nüchternblutzuckerwert im Blut. Anschließend trinkt die Patientin oder der Patient eine Zuckerlösung. Nach zwei Stunden erfolgt eine weitere Blutzuckermessung, und die beiden Werte werden miteinander verglichen.
Je früher Diabetes oder eine Vorstufe erkannt wird, desto besser. Vor allem Personen mit einem erhöhten Risiko für Diabetes sollten daher mit ihrem Arzt besprechen, inwiefern eine Untersuchung infrage kommt. Auch bei Symptomen, die auf Diabetes hinweisen könnten, ist eine Untersuchung wichtig. Zudem kann es sinnvoll sein, den Blutzuckerwert im Rahmen des regelmäßigen Gesundheits-Check-ups bestimmen zu lassen.
Bleibt ein Typ-2-Diabetes unbehandelt, werden die kleinen und großen Blutgefäße sowie die Nerven geschädigt. Dadurch steigt das Risiko für bestimmte Beschwerden und Erkrankungen. Dazu zählen etwa Herzinfarkt, Schlaganfall, Augenprobleme, Nierenschäden oder Nervenschäden und Durchblutungsstörungen an den Beinen und Füßen.
