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Finanzen

Anleger sollten das Dollar-Risiko kennen

wochentlich.deBy wochentlich.de12 November 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Anleger sollten das Dollar-Risiko kennen
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Frag t-online

Höhere Zinsen: Sollte ich Geld in Dollar anlegen?


12.11.2025 – 07:01 UhrLesedauer: 3 Min.

imago images 0838235431Vergrößern des Bildes

Dollar-Banknoten: In den USA sind die Zinsen derzeit höher. Doch Dollar-Anlagen bergen Risiken. (Quelle: IMAGO/imago)

Jeden Tag beantwortet ein Experte aus der t-online-Ratgeberredaktion eine Leserfrage rund ums Geld. Heute geht es um die Risiken von Anlagen in US-Dollar.

Etwas besser sieht es beim Festgeld aus. Überlassen Sie Ihr Geld 12 Monate einer Bank, erzielen Sie laut dem Geldratgeber „Finanztip“ im November gerade so die 2,3 Prozent Zinsen pro Jahr. Wer drei Jahre verzichtet, kann sich bei der schwedischen Bank HoistSpar 2,9 Prozent Zinsen pro Jahr sichern. Doch auch damit lässt sich der Wert Ihres Ersparten kaum nennenswert steigern.

So mancher Anleger mag daher in die USA blicken, wo die Leitzinsen derzeit mit 3,75 bis 4 Prozent deutlich höher stehen als hierzulande – Zinsanlagen wie Anleihen oder Anleihefonds wirken so attraktiver als europäisches Festgeld. Das hat wohl auch der Broker Trade Republic erkannt, der seit wenigen Wochen mit Renditen bis zu 5 Prozent pro Jahr für sogenannte Zinsprodukte unter anderem aus den USA wirbt.

Eine t-online-Leserin wollte in dem Zusammenhang wissen: „Sollte ich jetzt in US-Anleihefonds investieren?“

Gemeint sind die sogenannten iBonds des Anbieters iShares. Diese ETFs bündeln meist Unternehmensanleihen und werden zu einem festen Termin in der Zukunft aufgelöst. Sie heißen daher auch Laufzeit-ETFs. Zum Zeitpunkt des Kaufs kennen Anleger die Rendite pro Jahr, die sie mit dem Fonds erzielen, wenn sie ihn bis zu dieser Fälligkeit halten. Damit könnte man iBonds als Alternative zu einer Festgeldanlage sehen.

Gerade diejenigen iBonds, die in US-Dollar lauten, also US-amerikanische Unternehmensanleihen bündeln, bieten aktuell vergleichsweise hohe Zinsen. Wer im November etwa bis Ende 2028 investiert, könnte beispielsweise 3,91 Prozent Rendite pro Jahr festschreiben – statt der genannten 2,9 Prozent bei einem sehr guten dreijährigen Festgeld in Europa. Wer Geld bis Ende 2029 entbehren kann, bekäme auf dem Papier eine Rendite von über 4 Prozent.

Was gut klingt, hat jedoch einen Haken: Denn die angegebenen Renditen gelten für Ihr Geld, notiert in US-Dollar. Niemand kann aber heute genau sagen, wie viel dieser Dollar-Ertrag Ende 2028 oder 2029 in Euro wert sein wird. Selbst Experten halten sich mit Prognosen zum Wechselkurs zurück beziehungsweise liegen häufig falsch – denn das Verhältnis zweier Währungen zueinander hängt von vielen Faktoren ab.

Zuletzt verunsicherten etwa die Einfuhrzölle von US-Präsident Trump und das hohe Staatsdefizit Anleger und Investoren. Seit Jahresbeginn hat der Dollar zum Euro gut 11 Prozent an Wert verloren. Rechnet man nach, zeigt sich, dass eine solche starke Abwertung einen in Dollar erzielten Ertrag schnell verkleinern oder gar in einen Verlust umkehren kann.

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