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Gesundheit

Wie Schlafmangel das Gehirn tagsüber ausbremst

wochentlich.deBy wochentlich.de8 November 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Wie Schlafmangel das Gehirn tagsüber ausbremst
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Unkonzentriert und vergesslich

Das steckt hinter dem „Not-Waschgang“ des Gehirns


08.11.2025 – 07:02 UhrLesedauer: 2 Min.

Müde und unkonzentriert: Für das Gehirn sind diese Momente essenzielle Phasen.Vergrößern des Bildes

Müde und unkonzentriert: Für das Gehirn sind diese Momente essenzielle Phasen. (Quelle: fizkes/getty-images-bilder)

Wer schlecht geschlafen hat, fühlt sich am nächsten Tag oft wie benebelt. Warum genau das Gehirn nach Schlafmangel streikt, haben Forscher nun herausgefunden.

Zu wenig Schlaf hat Folgen: Wir reagieren langsamer, vergessen Dinge eher und haben Aussetzer in der Aufmerksamkeit und Konzentration. Neurowissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben jetzt einen Grund dafür gefunden. Offenbar zwingt Schlafmangel das Gehirn dazu, seine Reinigungsvorgänge tagsüber nachholen, die eigentlich im Schlaf stattfinden. Die Studie wurde kürzlich in der Fachzeitschrift „Nature Neuroscience“ veröffentlicht.

Der Hintergrund: Das Gehirn reinigt sich im Schlaf selbst. Forscher sprechen dabei vom sogenannten glymphatischen System. Dabei wird die Flüssigkeit aus den Zellzwischenräumen des Gehirngewebes abtransportiert. Diese Flüssigkeit wird Nervenwasser oder Liquor genannt. Der Reinigungsprozess entfernt Schad- und Abfallstoffe wie etwa Beta-Amyloid, das mit der Entstehung von Alzheimer in Verbindung steht.

Für die aktuelle Studie hat das Forschungsteam 26 Probanden zweimal untersucht – einmal nach einer ausgeschlafenen Nacht, einmal nach Schlafentzug. Mit einer EEG-Haube wurden sie im Magnetresonanztomografen (MRT) beobachtet, während sie Konzentrationstests durchführten. Auf diese Weise wurden Hirnströme und Gehirn-Scans erhoben. Gleichzeitig maßen die Forscher die Herz- und Atemfrequenz sowie die Pupillenweite der Probanden.

Das Ergebnis: Nach einer schlaflosen Nacht häuften sich kurze Aussetzer in der Aufmerksamkeit der Probanden. Genau in diesen Momenten floss verstärkt Nervenwasser aus dem Gehirn heraus und strömte kurz darauf wieder hinein. Die Forscher vermuten daher, dass die Reinigungsprozesse des Gehirns bei Schlafmangel im wachen Zustand nachgeholt werden müssen und so den Abfall in der Gehirnleistung verursachen.

Warum das alles wichtig ist? Weil ein gestörtes Reinigungssystem nicht nur Folgen für die Aufmerksamkeit hat. Wer regelmäßig zu wenig schläft, hat ein höheres Risiko für schwerwiegende Erkrankungen. So bringen Experten die Funktionsstörungen des glymphatischen Systems mit Erkrankungen wie Alzheimer, anderen Formen von Demenz, Parkinson und weiteren neurodegenerativen Erkrankungen in Verbindung.

Weitere Folgen von zu wenig Schlaf sind unter anderem ein schwaches Immunsystem, mehr Stresshormone sowie eine schlechtere Wundheilung und Zellregeneration.

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