Beliebte Vornamen im Vergleich
Deshalb zahlen Jennifers mehr für die Kfz-Versicherung als Uwes
Aktualisiert am 28.10.2025 – 14:31 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei einem Unfall springt die Kfz-Haftpflichtversicherung ein. Allerdings gibt es zwischen Vornamen und Beitragshöhe einen Zusammenhang.
Eine Jennifer zahlt rund 86 Prozent mehr für ihre Kfz-Versicherung als eine Martina, dasselbe gilt für einen Patrick, der im Durchschnitt 55 Prozent mehr zahlt als Uwe, aber auch viel mehr als ein Ralf oder Jörg: Das Vergleichsportal Verivox hat die 30 häufigsten Männer- und Frauenvornamen in Deutschland und die jeweiligen durchschnittlichen Versicherungsprämien für die Kfz-Haftpflicht in Beziehung zueinander gesetzt. Das Ergebnis: Wer Jennifer, Tobias oder Daniel heißt, zahlt in der Regel viel mehr als Gabriele, Jürgen oder Karin. Das Ganze hat einen einfachen Grund.
Beim Versicherungsbeitrag spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, darunter Regional- und Typklasse, Wohnort, die jährliche Fahrleistung – aber auch das Alter und der Schadenfreiheitsrabatt. Und hier kommen die Namen ins Spiel: Jede Generation hat ihre typischen Vornamen. Ein Uwe ist (Ausnahmen bestätigen die Regel) meist älter als ein David, eine Jennifer jünger als eine Petra. Das heißt: Es geht nicht um den Namen, sondern um das Durchschnittsalter der Personen, die ihn tragen.
„Vornamen sind kein Tarifmerkmal, sie spiegeln in der Regel das Alter der Versicherten wider“, erklärt Aljoscha Ziller, Geschäftsführer von Verivox Versicherungsvergleich. So liegt das Durchschnittsalter der Patricks in der Verivox-Analyse bei rund 39 Jahren, das der Jennifers bei 36 Jahren. Uwes sind dagegen im Schnitt 60 Jahre alt, Martinas 55 Jahre. „Zwischen den günstigsten und teuersten Namen liegen im Schnitt 20 Jahre. Mehr Lebensjahre bedeuten in der Regel mehr Fahrpraxis und höhere Schadenfreiheitsklassen – und genau das sorgt am Ende für deutlich niedrigere Beiträge“, sagt Ziller. Die Unterschiede sind deutlich: Uwes fahren im Schnitt mit der Schadenfreiheitsklasse 18, Martinas immerhin mit 15. Patrick hat durchschnittlich die vergleichsweise niedrige Klasse 7, Jennifer sogar nur die 4.
Das Vergleichsportal hat die Namen anhand des sogenannten Haftpflicht-Prämien-Index (HPI) miteinander verglichen. Je niedriger dieser ist, desto niedriger ist der Versicherungsbeitrag. Der Durchschnitt liegt bei 100 Punkten.
Eine Jessica fährt also nicht schlechter als ein Uwe – sie konnte einfach nur bisher nicht so viele unfallfreie Jahre sammeln.
