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Gesundheit

Ozempic und Co. erhöhen das Risiko für Haarausfall

wochentlich.deBy wochentlich.de23 Oktober 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Ozempic und Co. erhöhen das Risiko für Haarausfall
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Neue Daten

Trend-Medikament begünstigt Haarausfall


23.10.2025 – 16:25 UhrLesedauer: 3 Min.

Dünner werdendes Haar: Es kann eine Nebenwirkung von Medikamenten zur Gewichtsreduktion sein.Vergrößern des Bildes

Dünner werdendes Haar: Es kann eine Nebenwirkung von Medikamenten zur Gewichtsreduktion sein. (Quelle: eternalcreative/getty-images-bilder)

Medikamente wie Ozempic helfen vielen Menschen beim Kampf gegen Übergewicht. Doch wer sie nutzt, verliert womöglich nicht nur Kilos, sondern auch Haare.

Die Zahl der Menschen mit starkem Übergewicht (Adipositas) steigt rasant. Weltweit sind mehr als eine Milliarde Menschen davon betroffen. Daher ist es wenig verwunderlich, dass Medikamente gegen Übergewicht, umgangssprachlich auch Abnehmspritzen genannt, enormen Anklang finden.

Allerdings können die Medikamente auch Nebenwirkungen haben. So können die sogenannten GLP-1-Rezeptor-Agonisten, die den Appetit zügeln und beim Abnehmen helfen sollen, auch das Risiko für Haarausfall deutlich erhöhen. Das zeigt eine neue Untersuchung aus den USA, die kürzlich auf dem diesjährigen Kongress der Europäischen Akademie für Dermatologie vorgestellt wurde.

Die Analyse umfasst Daten von über einer halben Million Patienten, die zwischen 2014 und 2024 mindestens zwei Rezepte für sogenannte GLP-1-Rezeptor-Agonisten erhalten hatten. Dazu gehören unter anderem die bekannten Wirkstoffe Semaglutid (Wegovy, Ozempic), Liraglutid (Saxenda), Dulaglutid (Trulicity) und Tirzepatid (Zepbound, Mounjaro).

Die Forscher verglichen das Risiko von verschiedenen Arten des Haarausfalls bei GLP-1-Nutzern und Menschen, die diese Medikamente nicht einnahmen. Das Ergebnis:

Studienautor Yagiz Matthew Akiska von der George Washington University erklärt: „Haarausfall ist eine häufige Nebenwirkung von GLP-1-Rezeptor-Agonisten.“ Für viele Patienten sei das wichtig zu wissen, da sie versuchen, Gewicht zu verlieren, auf ihr Aussehen achten und ihren Diabetes kontrollieren wollen. Wenn dann auch noch Haarausfall dazukommt, könne das diese Menschen sehr belasten.

„Wir sollten über proaktivere Strategien zur Risikominimierung nachdenken und Patienten, die diese Medikamente zur Gewichtsreduktion oder gegen Diabetes einnehmen möchten, entsprechend beraten“, fügt er hinzu.

Der Mediziner Michael Buontempo vom Dartmouth-Hitchcock Medical Center in den USA erklärt der „Medscape Medical News“, dass wahrscheinlich nicht allein das Medikament für den Haarausfall verantwortlich sei. Vielmehr spiele der schnelle Gewichtsverlust eine zentrale Rolle. Dieser wirke als Stressfaktor und bringe die Haarwurzeln aus dem Gleichgewicht. Viele Haarfollikel schalten dann vorzeitig in die Ruhephase und fallen aus. Der diffuse Haarausfall „entlarvt“ dann die erblich bedingte androgenetischen Alopezie, die vorher einfach noch nicht sichtbar war.

Das Gute: Diese Art von Haarausfall sei laut Buontempo in den meisten Fällen umkehrbar – das heißt, die Haare wachsen nach einigen Monaten wieder nach, sobald sich das Körpergewicht stabilisiert hat. Wichtig sei, sich mit einem Arzt auszutauschen und die Therapie nicht vorschnell abzubrechen.

Er rät zudem dazu, den Gewichtsverlust bewusst zu verlangsamen, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten und mögliche Mangelzustände zu prüfen. Denn auch Eisenmangel, zu wenig Eiweiß oder ein Vitamin-D-Defizit können Haarausfall begünstigen. Bei fortbestehenden Beschwerden können zudem Mittel wie Minoxidil (etwa als Lösung zum Auftragen) helfen, das Haarwachstum anzuregen, so Buontempo.

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