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Gesundheit

Warum sie „Frankenstein“ genannt wird

wochentlich.deBy wochentlich.de16 Oktober 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Warum sie „Frankenstein“ genannt wird
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Fallzahlen steigen rasant

Warum die neue Corona-Variante auch „Frankenstein“ genannt wird


16.10.2025 – 11:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Frankenstein face costume mask scary backgroundsVergrößern des Bildes

Frankensteins Monster: Die Figur stammt aus dem 1818 erschienenen Roman „Frankenstein“ von Mary Shelley. (Quelle: Pond5 Images/imago-images-bilder)

Derzeit ist der Omikron-Ableger Stratus für die meisten Corona-Infektionen verantwortlich. Gelegentlich wird er auch als Frankenstein-Variante bezeichnet. Warum?

Die Corona-Zahlen steigen wieder und mit ihnen die Aufmerksamkeit für eine Variante, die derzeit weltweit dominiert: XFG. In Deutschland ist sie bereits für die Mehrheit der Neuinfektionen verantwortlich. Wissenschaftler nennen sie auch „Stratus“, Medien sprechen von der „Frankenstein“-Variante. Der ungewöhnliche Name hat einen ernsten Hintergrund – und nichts mit Horror zu tun.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO führt XFG seit dem 25. Juni 2025 als „Variante unter Beobachtung“. Grund dafür ist ihre besondere Entstehung: XFG ist ein sogenannter rekombinanter Virusstamm, also eine genetische Mischung aus zwei früheren Omikron-Linien (LF.7 und LP.8.1.2). Diese Form der genetischen Neukombination ist nicht ungewöhnlich, sorgt aber regelmäßig für neue Varianten mit besonderen Eigenschaften.

Der Spitzname „Frankenstein“ geht darauf zurück: Wie bei der berühmten Romanfigur, die aus verschiedenen Körperteilen zusammengesetzt wurde, besteht auch diese Variante aus verschiedenen genetischen Abschnitten. Schon 2021 hatte der südafrikanische Virologe Alex Sigal den Begriff verwendet, um die Vielzahl an Mutationen bei Omikron zu beschreiben – ein Bild, das in der Öffentlichkeit haften blieb.

Auch bei der aktuellen Variante XFG griffen zunächst britische Boulevardmedien wie „Daily Mail“ und „The Sun“ die Bezeichnung „Frankenstein“ auf. Mittlerweile hat sie sich auch in deutschen Medienberichten etabliert.

Trotz ihrer auffälligen Genetik stufen die WHO und das Robert Koch-Institut (RKI) das Risiko durch XFG derzeit als gering ein. In Deutschland lag der Anteil der Variante laut RKI zuletzt bei etwa 80 Prozent. Fachleute sehen jedoch kein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe.

Die Viren der XFG-Linie vermehren sich vor allem in den oberen Atemwegen. Das kann dazu führen, dass sich die Variante schneller verbreitet, wie das RKI erklärt. Symptome ähneln den bisherigen Omikron-Linien: Fieber, Husten, Halsschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl.

Die gute Nachricht: Die bekannten Schutzmaßnahmen helfen weiterhin. Impfstoffe schützen laut aktuellen Daten zuverlässig vor schweren Verläufen, Schnelltests erkennen Infektionen zuverlässig. Wer sich vor Corona schützen möchte, sollte auf eine Auffrischimpfung achten, bei Erkältungssymptomen zu Hause bleiben und sich testen – besonders, wenn der Kontakt zu Risikopersonen bevorsteht. Denn auch eine „milde“ Variante kann für ältere oder vorerkrankte Menschen gefährlich werden.

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