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Gesundheit

Welcher TSH-Wert ist gefährlich? Zu hohe oder zu niedrige Werte?

wochentlich.deBy wochentlich.de2 Oktober 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Welcher TSH-Wert ist gefährlich? Zu hohe oder zu niedrige Werte?
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Schilddrüsenwerte verstehen

Was der TSH-Wert über die Schilddrüse verrät


Aktualisiert am 02.10.2025 – 15:19 UhrLesedauer: 4 Min.

Vergrößern des Bildes

Der TSH-Wert kann anhand einer Blutprobe bestimmt werden. (Quelle: peakSTOCK/getty-images-bilder)

Der TSH-Wert gibt einen Hinweis darauf, ob die Schilddrüse richtig funktioniert. Lesen Sie, was es bedeutet, wenn der Wert zu hoch oder zu niedrig ist.

Ob Über- oder Unterfunktion: Viele Menschen haben Probleme mit der Schilddrüse. Hat der Arzt den Verdacht, dass die Schilddrüse nicht richtig funktioniert, kann eine Blutuntersuchung Aufschluss geben. Dabei spielt unter anderem der TSH-Wert (TSH-Basalwert) eine Rolle.

Das Hormon TSH wird in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) im Gehirn produziert und gelangt über das Blut in die Schilddrüse. Die Aufgabe von TSH ist es, die Schilddrüse zu aktivieren, damit sie die Schilddrüsenhormone Thyroxin (T3) und Trijodthyronin (T4) bildet.

T3 und T4 erhöhen den Grundumsatz des Körpers und sind dadurch an vielen zentralen Vorgängen beteiligt, wie etwa Blutdruck, Herzschlag, Verdauung sowie Kälte- und Wärmeempfinden. T3 ist wirksamer als T4. T4 kann jedoch als Hormonvorstufe von T3 bei Bedarf in T3 umgewandelt werden.

Der TSH-Basalwert im Blut kann ein erster Anhaltspunkt dafür sein, ob eine Schilddrüsenüberfunktion oder eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegt.

Viele Schilddrüsenerkrankungen gehen mit veränderten TSH-Werten einher, etwa Morbus Basedow oder eine Hashimoto-Thyreoiditis. Sind die Konzentrationen von T3 und T4 im Blut zu niedrig, schüttet die Hirnanhangdrüse viel TSH aus, da die Hormonproduktion der Schilddrüse angeregt werden soll. Sind dagegen ausreichend Schilddrüsenhormone vorhanden, wird wenig TSH ins Blut abgegeben, da eine Aktivierung der Schilddrüse nicht nötig ist.

Die Bestimmung des TSH-Werts ist nicht nur sinnvoll, um den Verdacht auf eine Funktionsstörung der Schilddrüse abzuklären. Auch vor Untersuchungen, bei denen ein jodhaltiges Kontrastmittel zum Einsatz kommt, wird routinemäßig eine TSH-Messung durchgeführt.

Der normale TSH-Wert (Referenzbereich) liegt für erwachsene Frauen und Männer ungefähr zwischen 0,4 und 4,0 µIU/ml. Achtung: Dieser Normbereich kann durch unterschiedliche Messmethoden von Labor zu Labor teils erheblich abweichen und dient nur zur Orientierung. Auch das Alter spielt eine Rolle. Bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahren sowie bei älteren Menschen etwa ist der TSH-Wert höher.

Wichtig zu wissen: Der TSH-Wert allein ist in den meisten Fällen nicht aussagekräftig genug, um eine Schilddrüsenerkrankung festzustellen. Daher wird der Arzt bei zu hohen oder zu niedrigen TSH-Konzentrationen auch die Konzentration der Schilddrüsenhormone T3 und T4 bestimmen.

T3 und T4 sind im Blut zum größten Teil an Eiweiße gebunden; wirksam sind hingegen nur ungebundene, sogenannte freie Schilddrüsenhormone, die dann als fT3 und fT4 bezeichnet werden. Daher werden im Labor nur die freien Schilddrüsenhormone gemessen. Anhand dieser zusätzlichen Werte lässt sich oft schon feststellen, ob eine Störung der Schilddrüsenfunktion vorliegt.

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