„Peinliche Boykottdrohungen“
Großer Ärger: Bekannter Ausrüster bittet Israel um Logo-Entfernung
30.09.2025 – 20:11 UhrLesedauer: 1 Min.
Wegen anhaltender Drohungen stellt eine weltbekannte Marke eine Forderung an Israels Fußballverband. Dieser reagiert vehement.
Der israelische Fußballverband hat öffentlich scharfe Kritik an Ausrüster Reebok geübt. Nach Angaben des Verbandes habe der US-Sportartikelhersteller darum gebeten, das Reebok-Logo nicht mehr auf den Trikots der israelischen Nationalmannschaft zu zeigen. Eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens lag zunächst nicht vor.
In einer Mitteilung zeigte sich der israelische Verband verärgert: „Wir bedauern, dass die internationale Firma Reebok offenbar beschlossen hat, sich peinlichen, völlig irrelevanten Boykottdrohungen zu beugen.“ Gemeint ist offenbar die BDS-Bewegung, die unter anderem zum Boykott israelischer Produkte sowie zur Vermeidung jeglicher Zusammenarbeit mit Israel im Bereich Kultur, Sport oder Wissenschaft aufruft. Das Nachrichtenportal „ynet“ berichtete, dass Reebok auf entsprechende BDS-Drohungen reagiert habe. Die Firma stattet die israelische Nationalmannschaft seit 2025 aus.
Der Deutsche Bundestag hatte die BDS-Bewegung 2019 in einem Beschluss als antisemitisch eingestuft.
Der israelische Verband kündigte weiter an, juristische Schritte zu prüfen. „Es gibt klare Gesetze gegen Boykotte, und wir werden alle uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten prüfen“, hieß es. Um dem Ausrüster keinen Schaden zuzufügen, werde man das Reebok-Logo zwar entfernen, die Trikots jedoch weiterhin nutzen. Der Verband zeigte sich zuversichtlich, bald einen neuen Sponsor zu finden, der „mutig und fair“ sei.
Im Kontext des andauernden Gaza-Krieges wächst die internationale Kritik an Israels Vorgehen – auch in sportlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Bereichen.
