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Gesundheit

Früherkennung von Blasenkrebs: Wie sinnvoll sind IGeL?

wochentlich.deBy wochentlich.de26 August 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Früherkennung von Blasenkrebs: Wie sinnvoll sind IGeL?
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Leistungen für Selbstzahler

Das bringen IGeL zur Früherkennung von Blasenkrebs


26.08.2025 – 14:04 UhrLesedauer: 3 Min.

Arzt führt Ultraschall im Bauchbereich durch: Der Ultraschall zur Früherkennung von Blasenkrebs wird als IGeL-Leistung angeboten.Vergrößern des Bildes

Arzt führt Ultraschall im Bauchbereich durch: Der Ultraschall zur Früherkennung von Blasenkrebs wird als IGeL-Leistung angeboten. (Quelle: megaflopp/getty-images-bilder)

Zur Früherkennung von Blasenkrebs bieten Ärzte verschiedene Leistungen für Selbstzahler an. Doch der Nutzen dieser Untersuchungen ist nicht gut untersucht.

An Blasenkrebs (Blasenkarzinom) erkranken vor allem Männer: Sie sind rund dreimal häufiger betroffen als Frauen. Als ein wesentlicher Risikofaktor gilt das Rauchen.

Ob sich Blasenkrebs heilen lässt, ist vor allem vom Stadium des Tumors abhängig – also davon, wie sehr sich der Tumor ausgebreitet hat und ob beziehungsweise wie tief er in die Blasenwand eingewachsen ist. Je früher eine Behandlung beginnt, desto besser sind in der Regel die Heilungschancen.

Daher stellt sich die Frage, inwieweit Untersuchungen zur Früherkennung sinnvoll sind.

Sowohl für Blasen- als auch für Nierenkrebs gibt es bislang keine gesetzlichen Programme zur Früherkennung, welche von den Krankenkassen bezahlt werden.

Wer keine Beschwerden hat, aber dennoch eine Früherkennung in Anspruch nehmen möchte, muss entsprechende Untersuchungen daher als sogenannte Individuelle Gesundheitsleistung – kurz IGeL – selbst zahlen.

Zur Früherkennung von Blasenkrebs werden etwa folgende IGeL angeboten:

Es stehen spezielle Urintests zur Verfügung, die auf verschiedenen Techniken basieren. Ausführliche Informationen über Urintests zur Früherkennung von Blasenkrebs erhalten Sie hier.

Der sogenannte IGeL-Monitor der Expertenorganisation Medizinischer Dienst Bund hat es sich zur Aufgabe gemacht, einzelne IGeL einzuschätzen und zu bewerten. Darunter sind auch die Urinuntersuchung und der Ultraschall zur Früherkennung von Blasenkrebs.

Sowohl die Urinuntersuchung als auch den Ultraschall zur Früherkennung von Blasenkrebs stuft der IGeL-Monitor als „tendenziell negativ“ ein.

Das Team ist der Frage nachgegangen, inwieweit diese Untersuchungen für erwachsene Personen, die keine Beschwerden haben und kein erhöhtes Risiko für Harnblasenkrebs aufweisen, von Nutzen sind. Hierfür haben die Fachleute gezielt nach Studien gesucht, welche sich mit diesem Thema beschäftigen. Da keine wissenschaftlich aussagekräftigen Studien dazu gefunden werden konnten, gibt es keine Belege für einen Nutzen.

Auch zur Frage, ob eine der beiden Untersuchungen direkt schädlich sein könnte, ließen sich keine relevanten Studien nachweisen.

In bestimmten Fällen können Früherkennungsuntersuchungen jedoch indirekt schädlich sein. Das gilt zum Beispiel, wenn ein Ultraschall eine Auffälligkeit zeigt, die sich im Nachhinein als Fehlalarm herausstellt, was mit einer psychischen Belastung verbunden sein kann. Falsch-negative Ergebnisse können ebenfalls vorkommen: Dann liegt trotz negativer Untersuchungsergebnisse eine Krebserkrankung vor, sodass sich die erkrankten Personen in falscher Sicherheit wiegen.

Sogenannte Überdiagnosen zählen zu den weiteren möglichen Schäden: Zu einer Überdiagnose kommt es, wenn eine Erkrankung festgestellt wird, die ohne Untersuchung nie zum Vorschein gekommen wäre und im Laufe des Lebens nie zu Beschwerden geführt hätte. Für betroffene Personen kann eine Überdiagnose mit einer unnötigen Belastung verbunden sein, möglicherweise auch mit einer unnötigen Therapie (Übertherapie).

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