Neben Brustkrebs gibt es eine weitere Krebserkrankung, die mit Brustimplantaten in Verbindung steht: das Brustimplantat-assoziierte großzellige anaplastische Lymphom, kurz BIA-ALCL. Dabei handelt es sich um eine sehr seltene bösartige Tumorerkrankung, die von Blutzellen ausgeht. Die momentane Studienlage zeigt, dass Implantate mit angerauter Oberfläche zu einem höheren Risiko führen. Die genauen Ursachen für die Entstehung sind jedoch noch unklar.
Einige Frauen verspüren nach dem Einsetzen von Brustimplantaten eine Vielzahl an unspezifischen Symptomen, die sie auf die Implantate zurückführen. Diese können zeitnah, aber auch nach länger Zeit entstehen. Dazu gehören etwa:
Diese Symptome können unter dem Begriff der Brustimplantatekrankheit oder auf Englisch „Breast Implant Illness“ (BII) zusammengefasst werden, wobei es bisher keinen offiziellen diagnostischen Nachweis für die Krankheit gibt. Die BII ist daher derzeit als ein unspezifischer Symptomkomplex zu werten.
Aufgrund der ansteigenden Patientenzahlen wird die BII dennoch von der Medizin ernst genommen. Wichtig für Betroffene ist eine gründliche Abklärung der Symptome, um andere Erkrankungen auszuschließen.
