Neuer Gesetzesvorschlag
Gibt es in der Türkei bald keine Hotelbuffets mehr?
18.08.2025 – 11:07 UhrLesedauer: 1 Min.
Die Türkei plant eine rigorose Reform für Hotels und Restaurants: All-inclusive-Buffets könnten bald der Vergangenheit angehören. Was dahintersteckt.
Buffets gehören für viele All-inclusive-Urlauber zum festen Bestandteil der Reise. Doch damit könnte in der Türkei bald Schluss sein, zumindest in der bisherigen Form. Das türkische Landwirtschaftsministerium arbeitet derzeit offenbar an einem neuen Gesetz, das Verschwendung bei Lebensmitteln gezielt eindämmen soll. Die Maßnahme könnte weitreichende Folgen für Hotels und Touristen haben.
Nach den Plänen der türkischen Regierung sollen Buffets in Hotels und Restaurants künftig nur noch eingeschränkt angeboten werden. Statt der bisher üblichen Selbstbedienung mit unbegrenzter Auswahl sollen Portionen vermehrt direkt von Mitarbeitern ausgegeben werden. Alternativ könnte es künftig auch mehr À-la-carte-Gerichte geben.
Ziel der Maßnahme ist es, die Menge an entsorgten Lebensmitteln deutlich zu reduzieren. Laut Schätzungen der türkischen Behörden landen jedes Jahr mehrere Millionen Tonnen Essen im Müll, pro Person sind es 102 Kilogramm. Ein großer Teil davon fällt in der Tourismusbranche an, insbesondere in All-inclusive-Hotels. Mit den neuen Vorgaben will die Regierung deshalb eine effizientere Verteilung erreichen und Überproduktion vermeiden.
Für die Hotellerie bedeutet das eine Umstellung: Küchen müssen künftig exakter kalkulieren, Gäste sollen weniger Essen übrig lassen. Touristenverbände weisen jedoch darauf hin, dass die Qualität des Angebots nicht eingeschränkt werden soll. Urlauber könnten weiterhin eine große Auswahl erwarten, allerdings in anderer Form.
Ein genaues Datum für das Inkrafttreten der neuen Regelung steht bislang nicht fest. Klar ist aber: Sollte das Gesetz verabschiedet werden, wären alle Hotels im Land betroffen.
