Polizei riegelt Zoo ab
Tiergarten bleibt geschlossen: Werden die Paviane getötet?
Aktualisiert am 29.07.2025 – 10:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Wer am Dienstag in Nürnberg in den Tiergarten will, schaut in die Röhre. Der Zoo bleibt überraschend geschlossen. Steckt die angekündigte Tötung von Pavianen dahinter?
Der Tiergarten Nürnberg bleibt am Dienstag „aus betrieblichen Gründen“ geschlossen. Das teilte der Zoo am Morgen in einer Pressemitteilung mit. Was genau der Grund für die Schließung ist, konnte eine Sprecherin auf Nachfrage zunächst nicht sagen. Weitere Informationen sollen im Laufe des Tages folgen.
Am Mittwoch soll der Tiergarten wieder „normal geöffnet haben“, heißt es. Bereits gekaufte Tickets behalten „wie gewohnt“ drei Jahre lang ihre Gültigkeit. Eintrittskarten, die im Vorfeld für Schul-, Kindergarten- oder andere Gruppenausflüge gebucht wurden, werden erstattet, teilte der Tiergarten auf seiner Website mit.
Daraufhin hatte die Gruppe Animal Rebellion auf Instagram mitgeteilt, ein Protestcamp vor dem Zoo einrichten zu wollen. Dies könnte nun offenbar zu spät kommen. Nach eigener Aussage gehen die Aktivisten davon aus, dass der Zoo am Dienstag einige seiner Paviane töten wird und dies der Grund für die Schließung ist.
Wie eine Reporterin berichtet, ist die Polizei derzeit mit einer Einsatzhundertschaft vor Ort und hat den Tiergarten abgeriegelt. Zudem sichern vier Security-Mitarbeiter den Eingang. Mehrere mutmaßliche Aktivisten seien am Rande kontrolliert worden. Auch die Reporterin selbst musste sich ausweisen.
Als ein Mann versuchte, von den Zoo-Mitarbeitern in Erfahrung zu bringen, was mit den Pavianen ist, entbrannte eine lautstarke Diskussion. Ob es sich bei dem Mann „nur“ um einen besorgten Bürger oder einen Aktivisten handelte, sei nicht ersichtlich gewesen.
Immer wieder kamen Schulklassen, die nichts von der Schließung mitbekommen haben und mussten enttäuscht wieder abziehen. Genau wie mehrere ratlose Mütter mit ihren enttäuschten Kindern. Umstehende Menschen mutmaßten laut der Reporterin zudem, ob möglicherweise ein gefährliches Tier aus seinem Gehege ausgebrochen sei.
Auf Aufstellern vor dem Eingang gibt der Tiergarten Tipps für alternative Ausflüge in Nürnberg. Darunter unter anderem ein Besuch des Albrecht-Dürer-Hauses, des Spielzeugmuseums oder der Kaiserburg. Kurios: Auch eine Frau, die nach eigener Aussage eigentlich ein Vorstellungsgespräch gehabt hätte, musste unverrichteter Dinge wieder gehen.
