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You are at:Home»Auto»Deshalb geht das nicht so einfach
Auto

Deshalb geht das nicht so einfach

wochentlich.deBy wochentlich.de19 Januar 2024Keine Kommentare3 Mins Read
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Deshalb geht das nicht so einfach
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Die Pannenhilfe ist eigentlich kein Problem – solange es sich nicht um ein E-Auto handelt. Denn der Akkuantrieb erschwert die Hilfe, wenn der Wagen liegen bleibt.

Das Wichtigste im Überblick


Beim Benziner oder Diesel ist eine knappe Tankfüllung in der Regel kein Problem: Passende Tankstellen gibt es ausreichend. Wer doch liegenbleibt, kann mit einem Tankkanister schnell für etwas Nachschub sorgen.

Anders sieht die Lage jedoch beim Elektroauto (E-Auto) aus: Ist die Antriebsbatterie leer, kann sie nicht so einfach über einen portablen Notakku aufgeladen werden. Beim Liegenbleiben können daher für den Fahrer massive Probleme auftreten.

Was tun, wenn das E-Auto liegen bleibt?

Ist keine Ladesäule in Sicht und bleibt Ihr E-Auto dann aufgrund eines leeren Akkus liegen, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder Sie kontaktieren die Servicehotline des Herstellers oder Sie holen sich Hilfe beim Pannendienst.

Gut ausgerüstete Pannenhelfer kommen dann mit einem mobilen Ladegerät vorbei, um den Akku des Pannenfahrzeugs minimal aufzuladen – in einigen Städten handelt es sich hierbei beispielsweise um die ADAC Service GmbH. Die geringe Aufladung ist wichtig. Denn nur so kann das E-Auto wieder bewegt und somit dann auch abgeschleppt werden.

Info

Die meisten Hersteller bieten zumindest im ersten Jahr – teilweise auch deutlich länger – eine kostenlose Hilfe (Mobilitätsgarantie) bei Pannen mit dem E-Auto an. Dabei handelt es sich oft um einen Abschleppwagen mit Plattform, der das Fahrzeug bis zur nächstgelegenen Ladestation bringt. Auch die Pannenhilfe des ADAC hilft so bei E-Auto-Pannen, wie das Unternehmen auf Nachfrage von t-online mitteilt.

Warum lässt sich ein E-Auto nicht einfach abschleppen?

Anders als bei Benzin- oder Dieselautos können E-Fahrzeuge mit einer leeren Batterie nicht einfach so von anderen Fahrzeugen abgeschleppt werden. Der Grund: Beim Abschleppen bewegen sich die Räder, wodurch mindestens von einer Achse Energie im Elektromotor entsteht.

Da der Elektromotor nun wieder mit Strom versorgt wird, könnte er anspringen. Ist dabei das Bordsystem jedoch ausgeschaltet, so erhöht sich die induzierte Spannung im Inneren der Elektronik. Je stärker diese Induktionsspannung ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass es bei dem Abschleppvorgang zur Überspannung und somit zu Schäden an der Steuerungselektronik kommt.

Ist der Akku des E-Autos vorgeladen, kann der Bordcomputer eingeschaltet und das Fahrzeug abgeschleppt werden. Hierfür können Sie sowohl ein Seil als auch eine Stange verwenden.

Achtung

Bleibt Ihr E-Auto liegen, sollten Sie auf keinen Fall selbst versuchen, das Problem zu beheben, indem Sie sich an der Elektronik zu schaffen machen. Aufgrund der hohen Spannung kann es dabei zu einem tödlichen Stromschlag kommen.

Wie geht der ADAC mit dem Problem um?

Die ADAC Service GmbH testete im Frühjahr mobile Ladehilfen in Duisburg und Hamburg. Dabei handelt es sich um Fahrzeuge, die mit einem großen Akku im Kofferraum ausgestattet sind, über den das liegen gebliebene Auto etwas aufgeladen werden und somit der Bordcomputer problemlos eingeschaltet werden kann.

Werden diese speziellen Fahrzeuge auch bei der Pannenhilfe der Gelben Engel eingesetzt? Der ADAC e.V. teilte t-online mit, dass man sich derzeit noch in der Planungsphase befinde.

Man überprüfe, „ob und wie so eine Lösung sinnvoll in unseren Fuhrpark der Gelben Engel Fahrzeuge integriert werden könnte, beziehungsweise ein Pilotprojekt sinnvoll ist“, so Katharina Lucà, Unternehmenssprecherin ADAC e.V. „Das Problem dabei ist, dass die ADAC Straßenwachtfahrzeuge vom Platz und der Zuladung bereits am Limit sind und ein solcher Speicher groß, schwer und sehr teuer ist.“

Die Expertin rät, auf die Akku-Anzeige im Auto zu achten und diese nicht bis zur Grenze hin auszureizen. Stattdessen solle der Fahrer vorausschauend fahren und rechtzeitig eine Ladestation aufsuchen. Wichtig sei es zudem, einen Puffer einzuplanen, falls es zu „unvorhersehbaren Ereignissen wie einem Unfall, einer Baustelle oder auch einem Wetterumschwung“ kommt, die ein Laden nicht ermöglichen.

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