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Gesundheit

Was ist das und wie lässt sich vorbeugen?

wochentlich.deBy wochentlich.de27 März 2025Keine Kommentare4 Mins Read
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Was ist das und wie lässt sich vorbeugen?
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Eine Asbestose zeigt sich oft erst Jahrzehnte nach dem ursächlichen Kontakt zu Asbestfasern und lässt die Lunge vernarben. Welche Symptome typisch sind.

Asbestose ist eine schwerwiegende Lungenerkrankung, die durch häufiges Einatmen von Asbestfasern verursacht wird. Sie entwickelt sich in der Regel erst viele Jahre, nachdem Kontakt zu dem Stoff bestanden hat, und kann zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen.

Asbest ist ein natürlich vorkommendes Mineral, das aufgrund seiner Hitzebeständigkeit und Festigkeit früher häufig in der Bauindustrie und anderen Bereichen verwendet wurde. Seit 1993 ist die Verwendung von Asbest in Deutschland verboten. Die Asbestose ist eine anerkannte Berufskrankheit (BK-Nr. 4103).

Verbauter Asbest ist für gewöhnlich ungefährlich, solange keine Arbeiten daran vorgenommen werden. Asbeststäube hingen bestehen aus winzigen kristallisierten Fasern. Werden diese eingeatmet, können sie tief in die Lunge eindringen. Da der Körper die Fasern nicht beseitigen kann, entstehen chronische Entzündungen. In der Folge kommt es zu einem bindegewebig-narbigen Umbau des Lungengewebes (Lungenfibrose), der die Lunge fortschreitend verhärtet und das Atmen zunehmend erschwert.

Eine Asbestose ist nicht die einzige Erkrankung, die durch das Einatmen von Asbestfaserstäuben entstehen kann. Auch Krebserkrankungen wie Brustfellkrebs (Pleuramesotheliom), Lungenkrebs oder Kehlkopfkrebs sowie Eierstockkrebs können sich infolge einer Asbestexposition entwickeln. Raucher, die Kontakt zu Asbest hatten, haben zudem ein besonders hohes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

Bei einer Asbestose entwickeln sich die Anzeichen allmählich. Oft zeigen sich die ersten Symptome etwa 15 bis 20 Jahre, nachdem der Asbeststaub eingeatmet wurde. Dann kann es im Frühstadium zum Beispiel zu Atemnot kommen, wenn der Körper belastet wird (etwa beim Sport). Mit der Zeit nimmt die Atemnot zu und kann dann auch in Ruhe auftreten.

Darüber hinaus stellt sich in vielen Fällen ein chronischer, meist schleimloser Reizhusten ein. Nur gelegentlich husten Betroffene etwas klaren Schleim ab.

Selten macht sich eine Asbestose auch durch Symptome wie stechende Schmerzen oder Druck in der Brust bemerkbar.

Die Verwendung und die Herstellung von Asbest sind in Deutschland seit 1993 verboten. Seitdem geht die Zahl der als Berufskrankheit anerkannten Fälle von Asbestose allmählich zurück. Waren es im Jahr 2021 noch 1.329 Fälle, sank die Zahl im Jahr 2023 auf 954 Fälle.

Dennoch ist Asbest noch immer in vielen Gebäuden verbaut, sodass es bei Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten dazu kommen kann, dass auch heute noch Asbeststäube eingeatmet werden. Da es sehr lange dauert, bis eine Asbestose zutage tritt, kann sich die Erkrankung erst Jahre nach solchen Arbeiten bemerkbar machen.

Statistisch gesehen erkranken

  • 10 bis 19 Jahre nach dem Kontakt zu Asbeststäuben etwa 1 von 10 Personen,
  • 20 bis 29 Jahre danach etwa 7 von 10 Personen,
  • mehr als 40 Jahre danach etwa 9 von 10 Personen.

Um festzustellen, ob eine Asbestose vorliegt, wird der Arzt den Betroffenen zu den vorhandenen Beschwerden und seiner Krankengeschichte befragen. Von Interesse ist dabei vor allem, ob es arbeitsbedingt zu einem Kontakt mit Asbeststäuben gekommen sein kann. Eine körperliche Untersuchung, bei der auch die Lunge abgehört wird, kann weitere Hinweise liefern.

Im Anschluss veranlasst der Arzt in der Regel weitere Untersuchungen, wie zum Beispiel:

  • Röntgenaufnahme der Lunge
  • Computertomografie (CT) der Lunge
  • Lungenfunktionstest (Spirometrie)
  • großer Lungenfunktionstest (Bodyplethysmografie)
  • Lungenspiegelung (Bronchoskopie)
  • Untersuchung des Brustraums mit Beobachtungsschlauch (Thorakoskopie)

Wie lässt sich eine Asbestose behandeln?

Eine Asbestose ist nicht heilbar, denn der fortschreitende Umbau des Lungengewebes lässt sich bislang nicht aufhalten. Eine spezifische Therapie gibt es für die Erkrankung nicht.

Um die Lungenfunktion nicht weiter zu beeinträchtigen, sollten Betroffene unbedingt aufs Rauchen verzichten. Weiterer Kontakt zu Asbest ist zu vermeiden. Atemwegsinfektionen sollten so rasch wie möglich behandelt werden.

Ist die Asbestose bereits weiter fortgeschritten, kann es nötig sein, Betroffene auf lange Sicht zu Hause mit Sauerstoff zu versorgen.

Spezielle Reha-Maßnahmen (pneumologische Rehabilitation) können sich positiv auf die Atmung auswirken und dabei helfen, mit einer langfristigen Lungenerkrankung wie Asbestose umzugehen. Das kann die Lebensqualität verbessern.

In schweren Fällen von Asbestose kann in Einzelfällen eine Lungentransplantation infrage kommen.

Um das Risiko für Komplikationen durch weitere Atemwegsinfekte zu verringern, sind Schutzimpfungen gegen Grippe, Corona sowie gegen Pneumokokken (Erreger von Lungenentzündung) ratsam.

Damit sich eine Asbestose gar nicht erst entwickelt, ist es wichtig, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen und den Kontakt zu Asbeststäuben möglichst zu vermeiden. Gebäude, die vor 1993 errichtet wurden, können noch Asbest enthalten. Bei Renovierungsarbeiten in älteren Gebäuden oder dem Verdacht auf Asbest sollten daher immer Fachleute hinzugezogen werden.

Für die Arbeit mit Asbest gelten strenge Regeln. Wer beruflich bedingt in Kontakt mit Asbest kommt, muss speziell geschult sein und bei der Arbeit Atemschutzmasken tragen. Darüber hinaus gibt es weitere Auflagen: So sollten die Arbeiten zum Beispiel staubdicht ausgeführt werden und professionelle Absaugeinrichtungen zum Einsatz kommen.

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