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Finanzen

Eklat bei Tesla-Versammlung – Security muss einschreiten

wochentlich.deBy wochentlich.de25 März 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Eklat bei Tesla-Versammlung – Security muss einschreiten
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Security greift gegen Mitarbeiter durch

„Unsäglich“: Eklat bei Tesla-Versammlung in Grünheide


Aktualisiert am 25.03.2025 – 17:02 UhrLesedauer: 2 Min.

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Tesla-Chef Elon Musk bei der Werkseröffnung in Grünheide (Archivbild): Gewerkschafter protestierten in Brandenburg gegen einen Tesla-Manager. (Quelle: Patrick Pleul)

Bei einer Tesla-Versammlung in Grünheide wird ein Gewerkschafter vom Sicherheitsdienst entfernt. Grund dafür ist offenbar ein Konflikt zwischen der Tesla-Werksleitung und der IG Metall.

Auf einer Betriebsversammlung im Tesla-Werk Grünheide ist es vorige Woche offenbar zu einem regelrechten Tumult gekommen. Ein Gewerkschafter wurde von Sicherheitskräften aus der Halle geführt, nachdem es bei der Veranstaltung lautstarke Auseinandersetzungen gegeben hatte. Das berichten die Journalisten Sönke Iwersen und Michael Verfürden, die auch kürzlich ihr Enthüllungsbuch „Die Tesla-Files“ veröffentlicht haben, im „Handelsblatt“.

Demnach sprach Tesla-Werksleiter André Thierig am Donnerstag gerade über Verkaufszahlen, als mehrere Männer laut durcheinanderriefen. Thierig unterbrach seine Rede und bezeichnete die Einwürfe als „kleinen Sicherheitsvorfall“. Kurz darauf griff der Werksschutz ein. Der Vorfall steht offenbar im Zusammenhang mit einem anhaltenden Konflikt zwischen der IG Metall und dem Tesla-Management in Grünheide.

Hintergrund ist ein tiefer Riss innerhalb der Belegschaft. Zwar stellt die IG Metall die stärkste Fraktion im Betriebsrat, sie verfügt jedoch nicht über die Mehrheit. Deshalb dürfen ihre Vertreter auf Betriebsversammlungen keine offiziellen Redebeiträge vom Podium aus halten. Bei der Versammlung am Donnerstag reagierten sie mit einer symbolischen Aktion: Mit einem Transparent machten sie auf Missstände im Arbeitsalltag der Fabrik aufmerksam.

Auf dem Banner wurden „Personalmangel“, „starke körperliche und psychische Belastungen“ sowie „Druck durch hohe Zielzahlen“ angeprangert. Diese Bedingungen führten laut IG Metall zu „Stress, Schmerzen und Erschöpfung“. Nach Angaben von Augenzeugen wurde das Transparent bereits vor Beginn der Versammlung vor dem Werkstor gezeigt. Es gab auch das Ergebnis einer internen Petition wieder, in der 3.000 Beschäftigte zusätzliche Pausen, mehr Personal und mehr Respekt forderten.

Thierig, der als Statthalter von Tesla-Chef Elon Musk gilt, wies die Aktion der Mitarbeiter scharf zurück. Er sprach von „populistischer Stimmungsmache“ und betonte, es handle sich nicht um die tatsächlichen Probleme, die das Unternehmen beschäftigten. Besonders verärgert zeigte er sich darüber, dass die Petition mit einem QR-Code versehen war, der zu einem Mitgliedsantrag der IG Metall führte. Dies bezeichnete er als „total unsäglich“ und als Versuch, Beschäftigte in die Gewerkschaft „hineinzuziehen“.

Zugleich verwies Thierig auf eine eigene Umfrage des Unternehmens vom Dezember, an der mehr als 7.500 Mitarbeiter teilgenommen hätten. Laut dieser seien rund 80 Prozent der Befragten mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden. Die Forderung nach bezahlten Pausen wies der Werksleiter klar zurück. Aus seiner Sicht käme dies einer Reduzierung der Arbeitszeit gleich – eine Grenze, über die seiner Meinung nach nicht verhandelt werden könne: „Arbeitszeit ist für mich wirklich eine rote Linie.“

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